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Eingesandt:  Leserbrief

Für eine sichere Stromversorgung?

Zur Abstimmung über das Stromgesetz

Haben Sie im Abstimmungsbüchlein die 37 Seiten zum neuen Stromversorgungsgesetz mit erneuerbaren Energien auch gelesen? Für mich ist dies ein Gesetz mit sieben Siegeln, also unergründlich.

Der Titel «Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien» suggeriert uns eine sichere Stromversorgung mit Sonne und Wind. Und sollte dies nicht reichen, können wir vielleicht den fehlenden Strom aus Kernkraftwerken in Frankreich beziehen, wenn sich die Schweiz den EU-Bestimmungen unterwirft. Bleibt nur zu hoffen, dass kein Westwind weht, sollte es in Frankreich zu einer Katastrophe kommen.

Als Folge der Nuklearkatastrophe in Fukushima stimmte das Schweizervolk der Energiestrategie im Jahr 2017 zu, nachdem die damalige Bundesrätin Leuthard öffentlich verkündet hatte, dass diese neue Energiestrategie eine vierköpfige Familie jährlich nur mit 40 Franken mehr belaste.

Jetzt sind wir wieder so weit. Das neue Bundesgesetz verspricht uns eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Dies auch nach Abschaltung unserer drei Kernkraftwerke, welche uns in den vergangenen 60 Jahren problemlos und zuverlässig mit günstigem Strom versorgt haben.

Für mich ist dieses neue Bundesgesetz ein Schwindel, eine Ansammlung von Kompromissen. Und wenn man eine neue Vorschrift nicht versteht und nicht nachvollziehen kann, gilt noch immer der Grundsatz «im Zweifelsfalle Nein».

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