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Eingesandt:  Leserbrief

Ende der Märchenstunde, Hugo Gamma

Zum «Schlüssel zum Frieden» im Ukraine-Krieg

Hugo Gamma entnimmt seine «Informationen» aus «Archiven», welche er nicht benennt. Richtig ist, dass die baltischen Staaten von sich aus unter den Schutzschirm der Nato wollten und die Nato dies lange ablehnte. Estland, Lettland und Litauen haben schlimme Erfahrungen mit der Sowjetunion gemacht. Erinnern Sie sich an die Menschenkette im Baltikum?

Wissen Sie von den Deportationen der baltischen Bevölkerung nach Sibirien? Janukowitsch «im Einklang mit der öffentlichen Meinung»? Woher nehmen Sie diese dreiste Behauptung? Aus Ihrer Sicht haben die Proteste der ukrainischen Bevölkerung nie stattgefunden. Aus Ihrer Sicht sitzt der Aggressor im Westen. Aus Ihrer Sicht ist das Morden, Vergewaltigen, Entführen von Kindern und das Zerstören einer Nation durch die Seliniki des Kremls gerechtfertigt – oder findet gar nicht statt.

Kennen Sie die ukrainische Geschichte, und wissen Sie, wie viele Millionen Morde Moskovia an Ukrainerinnen und Ukrainern in den letzten 200 Jahren zu verantworten hat? Wissen Sie, wie lange die Ukraine schon um ihre Freiheit und Unabhängigkeit ringt? Was die Ukraine will, wird nicht vom Westen «gesteuert».

Diese Menschen wollen einfach nur noch ein Ende dieser russischen Aggressionen. Sie wollen, wie Sie, in Freiheit, Demokratie und Wohlstand leben. Leute wie Sie tragen dazu bei, dass Verbrecher und Diktatoren wie Putin gestärkt werden und das Leid der ukrainischen Bevölkerung noch lange andauern wird. Bitte lesen Sie (zum Beispiel) «Das Tor Europas» von Serhii Plokhy.