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Eingesandt:  Leserbrief

Echte Entlastung: Heilpädagogen

Zum Artikel «Lehrkräftemangel: So soll er behoben werden»

Unsere Gesellschaft wird bekanntlich zunehmend heterogener. Unser Bildungssystem setzt auf Integration. Dies bedeutet, dass möglichst alle Schüler/innen, mit den verschiedensten Stärken und Schwächen, aus allen Ländern unsere öffentliche Schule besuchen. Damit diese gesellschaftlich essenzielle Aufgabe gelingt, braucht es dringend ausreichende Ressourcen. Zur Unterstützung der Lehrpersonen arbeiten Heilpädagogen an unseren Schulen. Sie spielen eine äusserst entscheidende Rolle, damit die Herausforderung gelingt und die Lehrpersonen den Anforderungen gerecht werden können. Jedoch wird den Heilpädagogen in den nun präsentierten Massnahmen keine breitere Grundlage gegeben.

Heilpädagogen sind unser bestausgebildetes Personal. Sie verfügen über ein breites Spektrum an Fachkenntnissen, um Schüler/innen angemessen zu unterstützen. Im Vollpensum muss eine Heilpädagogin im Kanton Schwyz jedoch 8 bis 10 Klassen betreuen. Fazit: unmöglich. Diese Rechnung geht trotz engagierter Heilpädagogen nicht auf. Zurzeit sind im Kanton Schwyz 17 Stellen als schulische Heilpädagogen ausgeschrieben. Diese werden mit den unveränderten Bedingungen bis zum Sommer wohl kaum besetzt werden können, und die Unterstützung im Klassenzimmer wird fehlen.

Die wertvolle Rolle der Heilpädagogen anzuerkennen und sicherzustellen, dass sie die Ressourcen erhalten, um Lehrpersonen und Schüler/innen ausreichend zu unterstützen, wäre eine echte Entlastung für Lehrpersonen.

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