notifications
Eingesandt:  Leserbrief

Damit die Bevölkerung aufatmen kann

Zur Abstimmung über die Prämienentlastungs-Initiative

Bisher habe ich mein ganzes Erwerbsleben als Konditor verbracht. Ein Beruf, bei dem man trotz strenger Arbeit nun definitiv nicht in die höchste Lohnklasse hinaufkommt.

Wenn die Krankenkassen-Prämien um ein paar Hundert Franken pro Jahr steigen, mögen dies die Parteioberen der Mitte, FDP und SVP ja etwas «ärgerlich» finden, bezahlbar bleibt es für diese Personen jedoch weiterhin. Für viele meiner Kolleginnen und Kollegen und auch für sehr viele Menschen aus anderen Berufen wird es irgendwann jedoch existenziell. Und diesen Punkt haben wir inzwischen erreicht.

Wie oft haben wir nun gehört, die Prämienverbilligung sei «Symptombekämpfung». Ich kann Ihnen jedoch sagen, wenn ich mit Atemnot zur Ärztin gehe, bin ich im ersten Moment extrem froh, wenn einfach mal die Symptome weg sind, das darunterliegende Problem können wir danach beheben. Genau so sehe ich es mit der Prämienentlastungs-Initiative.

Sehr viele Menschen sind heute finanziell stark am Anschlag. Sie können nichts dafür, dass die Gesundheitskosten so stark gestiegen sind. Das System mit der Prämienverbilligung hat sich bewährt. Es profitieren nur jene Leute, die es auch wirklich nötig haben. Lassen wir die Bevölkerung erst einmal durchatmen. Sobald wir alle wieder bei Atem sind, packen wir die nächste Reform an. Darum sage ich aus Überzeugung Ja zur Prämienentlastungs-Initiative!