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Eingesandt:  Leserbrief

Burg gefährdet – Geist erwacht!

Zum Traktandum 5 der Bezirksversammlung: «Umwandlung des Darlehens an die Luftseilbahn Obergschwend – Rigi Burggeist AG in Aktien»

Rigi-Burggeist: Die Erschliessung unseres Hausberges ist ein Sorgenkind. Die Emotionen gehen hoch und zeigen, wie sensibel die Öffentlichkeit bei solchen Themen ist. Lösungen sind schwierig und scheitern meist in der Praxisumsetzung. Wirtschaftliche Tätigkeiten müssen gewissen finanziellen, betriebs- und marktwirtschaftlichen Mindestanforderungen genügen, und dies gilt auch für die Gesamterneuerung der Luftseilbahn Obergschwend–Rigi Burggeist (LORB).

Worum ging und geht es: Mit dem zinsfreien Bezirksdarlehen von 700 000 Franken wollte man die AG von diversen Gläubigern entschulden. Der Stimmbürger bejahte diesen Antrag des BR mit einer Zweidrittelsmehrheit aber nur, weil das Darlehen mit einem Inhaberschuldbrief an 1. Pfandstelle abgesichert war. Dazu kam die Einräumung eines Kaufrechtes im Grundbuch zu einem fixen Preis von 700 000 Franken mit dem Zweck zusätzlicher Sicherung. Ziel: Erhalt des Betriebs der LORB so lange, als allfällig Massnahmen ausgewogen und finanziell tragbar sind.

Mit dem aktuellen Bezirksantrag zur Umwandlung des Darlehens in Aktien der LORB (Anteil 47 Prozent), verliert der Souverän nicht nur alle Sicherheiten; er trägt als Hauptaktionär zudem alle Risiken, die mit der Seilbahn und der AG verbunden sind, mit. Dies im Eintausch gegen praktisch wertlose Aktien und ohne Sicherheit, dass die Gesamterneuerung der Seilbahn auch wirklich zustande kommt.

Schlussfolgerung: Nebst allen betriebswirtschaftlichen Bedenken will niemand die Bahn verhindern. Doch zu einem demokratischen Prozess gehören alle Fakten auf den Tisch, und diese Voraussetzung erfüllt der entsprechende Botschaftstext im Voranschlag leider nicht. Will man auch die Stimmbürger/innen ins Boot holen, ist der Umtausch des Darlehens in einen Baurechtsvertrag die chancenreichste Lösung.

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