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Eingesandt:  Leserbrief

Beschämend für den reichen Kanton

Zu: Ja zur Prämien-Entlastungs-Initiative würde unseren Kanton über 3,6 Millionen Franken kosten.

Es ist beschämend, was unser Regierungsrat letzte Woche bekannt gab: weil die am 9. Juni zur Abstimmung stehende Krankenkassenprämien-Initiative unseren Kanton zusätzlich 3,6 Millionen Franken kosten würde, lehnt er diese ab.

Dabei hat unser Kanton in den letzten sieben Jahren jedes Jahr durchschnittlich über 100 Millionen Franken Überschuss gemacht und nun ein Eigenkapital von fast 900 Millionen Franken – trotz sehr tiefem Steuerfuss. Dennoch lehnt unser Regierungsrat diese Initiative ab, weil sie verlangt, dass auch der Kanton Schwyz ein gewisses Minimum für die Prämienverbilligung ausgeben müsste.

Im Jahr 2022 waren die Schwyzer pro Kopf-Beitrag an die Prämienverbilligung die am dritttiefsten aller Kantone. Dabei würden mit dieser Verbilligung genau die Menschen davon profitieren, die es wirklich nötig hätten.

Will der Regierungsrat lieber noch mehr Steuern senken und Steuerflüchtlinge in unseren Kanton locken, das Bevölkerungswachstum weiter anheizen, um dann noch mehr Geld an den Finanzausgleich nach Bern schicken zu müssen? Es wäre doch an der Zeit, auch unserer Bevölkerung ein anständiges Minimum an Unterstützung zukommen zu lassen.

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