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Eingesandt:  Leserbrief

Autobahnausbau A1: Falsche Signale

Zum Artikel «9,5 Milliarden Franken für sechs Spuren» in der Ausgabe vom 20. Dezember

Gemäss Medien stimmt der Nationalrat einer Motion zu, die Autobahn A1 generell auf sechs Spuren auszubauen. Unbegrenzte Zuwanderung dient unter anderem als Begründung, die zwar nachvollziehbar ist, aber falsche Signale setzt.

Von einem Umweltspezialisten stammt folgende wunderbar einfache Erklärung: «Wenn wir von etwas, was uns Menschen schadet, zu viel haben, dann müssen wir etwas davon wegnehmen und nicht noch mehr davon produzieren.» Das gilt für den Autoverkehr wie auch für alle schädlichen Emissionen. E-Autos mildern die Probleme nur wenig. «Unbegrenzte Zuwanderung» passt ins Bild eines unbegrenzten Wirtschaftswachstums in einer flächenmässig begrenzten Schweiz, das nur in einen Kollaps der Systeme münden kann. Ein Artikel der NZZ besagt sinngemäss, dass Parlamentarier keine Zeit haben, langfristig zu denken, da sie zu grossem Druck ausgesetzt sind mit Sitzungen, Aktenstudium etc.

Daher ist es wichtig, dass Parlamentarier/innen und Stimmbürger/innen gut über die Konsequenzen ihres Handelns informiert werden, da gemäss Wissenschaftler/innen und Ökonom/innen ein «weiter wie bisher» keine zukunftsfähige Option ist. Nur wenn wir wichtige Zusammenhänge begreifen, können wir weitsichtig denkende Parlamentarier/innen wählen. Informationen in naturlobby.org können das Bewusstsein der Kernprobleme unserer Welt erweitern.

Die zehn Milliarden Franken für den A1-Ausbau wären besser investiert in den Klimaschutz und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.