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Eingesandt:  Leserbrief

Angst vor den Bürgern

Zum Barrieren-Streit Pragelpassstrasse

Beim Barrieren-Streit auf der bezirkseigenen Pragelpassstrasse geht es eigentlich nur um die Schlüsselabgabe an Liegenschafts- und Gebäudebesitzer, Älpler und Hol­zer: Genau das wird vom Bezirksrat nicht bewilligt. Die letzten 50 Jahre wurde das so gehandhabt, dass je nach Schneelage die Strasse befahren werden konnte.

Da es sich um Leute handelt, die in der Nähe wohnen, oder Älpler, die jahrzehntelang diese Gegend kennen, hat es zum Glück auch noch keinen Unfall gegeben, dass man Einschränkungen ins Auge fassen musste. Aber aus irgendeinem Grund haben die Bezirksräte wohl festgestellt, dass die Einheimischen und Älpler zu dumm sind, um selber zu entscheiden, und ihre Kenntnisse werden ersetzt durch das gewaltige Wissen unserer Be­zirksräte mit roter Krawatte, die von Schwyz her natürlich besser über die Wetterla­gen im Pragelgebiet informiert sind.

Darum habe ich eine Einzelinitiative eingereicht, die Bezirksgemeinde solle über die Schlüsselabgabe entscheiden. Der Bezirksrat hat die Beschwerde abgewiesen und nun auch noch das Verwaltungsgericht. Für mich ist es nicht unbedingt eine grosse Überraschung, ich kenne die Justiz und die Politik seit Jahrzehnten und weiss, wie die Spiele laufen (eine dreckige Hand wäscht die andere).

Ich habe auch keine Mühe, zu verlieren und zu gewinnen, da ich beides schon x-mal erlebt habe. Warum eigentlich ist der Bezirksrat so dagegen, dass das einfache Problem vor die Bezirksgemeinde gebracht werden kann? Ganz einfach, die Bezirksräte haben eine riesige Angst vor dem Bezirksbürger, sie wissen, dass dieser Be­trug des Bezirksrates nicht unterstützt würde. Leider kann ich nicht mehr in dieser Sache machen. Allerdings ist es schon etwas hart, zuzusehen, wie eine ganze Regi­on verkauft und verraten wurde vom Bezirksrat.

Zum Schluss noch zu den Fakten: Am 8. April 2021 wurde in einem Vertrag zwischen der Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK) und dem Bezirk Schwyz vereinbart, dass Barriere-Schlüssel abgege­ben werden, unterzeichnet vom Bezirksammann und Landschreiber. Aber es scheint, der Bezirksrat und das Verwaltungsgericht sind plötzlich blind geworden, und es kann sich niemand mehr erinnern (Vertrag kann zu jeder Zeit aus der Schublade genom­men werden). Liebe Leser, nun können Sie sich selber ein Bild machen über solche Politiker und Gerichte. Aber bei so viel Betrug an der Bevölkerung können Sie mir es nicht übel nehmen, ich habe mehr Ehrfurcht vor einem Regenwurm als vor solch einer Behörde.