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Eingesandt:  Leserbrief

66 Millionen mehr in der Staatskasse

Zum Abschluss 2023 des Kantons Schwyz

Für Personen, welche seit Jahren keine Unterstützung erhalten haben, ist dies nicht schön. Bis 2023 wurden Ergänzungsleistungen für Altersheime auf rekordtiefen 162 Franken behalten. Wenn ein Kind schulpsychologisch abgeklärt werden muss, warten diese bis zu einem Jahr, und auch die Unterstützungsmassnahmen lassen auf sich warten.

Das HZI wurde neu bezogen, und schon beim Einzug wurden mehr Schülerinnen und Schüler betreut, als Raum geschaffen wurde. Und die Zahl steigt weiter. Triaplus, welche die psychiatrische Grundversorgung im Kanton Schwyz gewährleistet, hat explizit keinen spezifischen Auftrag, auch Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zu behandeln.

Aufgrund der Überlastung von Amtsbeistandschaften werden von der Kesb nur die dringlichsten Fälle verfügt. Freiwillige Beistände sind aufgrund der tiefen Abgeltung durch den Kanton kaum zu finden. Die Öffnungszeiten, z. B. bei der Polizei, sind so kurz, dass es kaum möglich ist, in einer Randzeit vorzusprechen. Die kantonalen Behörden sind so tief dotiert, dass bei Personalausfällen die Dienstleistung kaum noch aufrechterhalten werden kann. Die Gerichte sind mit mehr und komplexeren Fällen ausgelastet, sodass es Monate dauert, bis Entscheide getroffen werden.

So kann es schon mal ein Jahr dauern, bis der Vermieter einen säumigen Mieter aus der Wohnung weisen kann. Die Kosten dafür trägt nicht der Kanton. Ja, der Kanton schliesst zum neunten Mal besser ab als budgetiert. Ja, wir haben insbesondere für einkommensstarke und vermögende «Steuersubjekte» tiefe Steuern. Und dies zahlen die Personen, welche auf Unterstützung angewiesen sind. Wenn nun die Parteien wiederum verlautbaren, dass die Steuern gesenkt werden müssen, müsste man endlich mal hinsehen, wem dies effektiv etwas bringt.

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