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Emmen

Zweiter Anlauf für Überbauung am Sonnenplatz – mit weniger Parkplätzen und mehr Grünflächen

Nach der Ablehnung des Bebauungsplans Sonne hat der Gemeinderat diesen angepasst, aber nur minim. Dennoch stünden die Chancen gut.

So soll die Überbauung Sonne an der Gersagstrasse aussehen.
Bild: Visualisierung: PD

275 Wohnungen für rund 500 Personen und 3500 Quadratmeter Gewerbeflächen – das sind die Eckdaten des Bebauungsplans Sonne für das Areal am Sonnenplatz zwischen der Gersag- und Gerliswilstrasse. Doch dieser hat einen schweren Stand, vor knapp einem Jahr hat der Emmer Einwohnerrat die Vorlage abgelehnt .

Nun wagt der Gemeinderat einen neuen Anlauf. Dies nach kurzer Zeit, denn der Inhalt des Bebauungsplans sei «fast identisch» geblieben, wie die Gemeinde mitteilt. Christine Bopp, Leiterin Bereich Planung, räumt dem Vorhaben trotzdem gute Chancen ein. «Der Einwohnerrat wurde in seiner Entscheidung ernst genommen und man ist auf die Änderungswünsche eingegangen», wird sie in der Mitteilung zitiert. Das sind die wichtigsten Anpassungen:

Es sind mindestens 124 und maximal 170 Parkplätze zu erstellen. Zuvor waren es zwischen 142 und 195. Mit dieser Reduktion wird eine im Einwohnerrat geäusserte Forderung der Grünen teilweise erfüllt.

Es sind mehr Grünflächen im Innenhof zu realisieren und «grosskronige Bäume» zu pflanzen.

In den Baubereichen A bis D (Seite Gersagstrasse) sind jeweils 10 Prozent der Flächen für Eigentumswohnungen und preisgünstiges Wohnen zu verwenden. Damit wird eine Forderung der SP teilweise erfüllt.

Plan der Überbauung Sonne mit den verschiedenen Baubereichen.
Bild: Visualisierung: PD

Mit den Fraktionschefs und der Bau- und Verkehrskommission seien das Vorgehen und die Inhalte des Bebauungsplans bereits ausführlich besprochen worden, heisst es in der Mitteilung. Man sei sich schlussendlich einig gewesen, grundsätzlich am bisherigen Projekt festzuhalten. «Mit dem nun vorliegenden Resultat wurde ein zum jetzigen Zeitpunkt grösstmöglicher Konsens geschaffen», wird Gemeindepräsidentin Ramona Gut-Rogger (FDP) zitiert. Sie führt die Ablehnung vor rund einem Jahr unter anderem darauf zurück, dass die Meinungen der Fraktionen im Vorfeld der Behandlung im Einwohnerrat «wohl zu wenig aktiv abgeholt» wurden.

Einwohnerrat soll nicht umgangen werden

Der Gemeinderat habe auch andere Optionen geprüft und verworfen. Eine Neulancierung mit Wettbewerbsausschreibung wäre «zeit- und auch kostenintensiv» gewesen. Ein durch die Grundeigentümerinnen und -eigentümer angepasster Gestaltungsplan hätte «einer Umgehung des Parlamentsentscheides entsprochen», schreibt die Gemeinde. Gestaltungspläne müssen nicht vom Einwohnerrat bewilligt werden.

Für Interessierte besteht nun am 9. Februar von 18 bis 20 Uhr die Gelegenheit, in der Gemeindeverwaltung (Rüeggisingerstrasse 22, 9. Stock) in den Dialog mit der Gemeinde und der Investorin Realstone SA zu treten. Vom 26. Januar bis 24. Februar findet zudem die öffentliche Mitwirkung statt. Infos: mitwirken.emmen.ch/sonne

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