Kunsthaus Zug verzeichnet Rekordjahr

ZUG ⋅ 20'688 Personen besuchten im vergangenen Jahr die Ausstellungen im Kunsthaus Zug. Es ist somit das bisher besucherreichste Jahr. Eines der Highlights von 2018 war zudem die grosszügige Schenkung von Werken des ungarischen Fotografen und Schriftstellers Péter Nádas.

21. Februar 2019, 11:10

Gleich drei der vier Wechselausstellungen brachten dem Kunsthaus Zug 2018 besonders viele Gäste ins Haus. Zu Jahresbeginn bis Mitte Februar war die Retrospektive über Christa de Carouge zu sehen (7'705 Besucher, nur 2018). Die Stoff-Künstlerin verstarb am 17. Januar 2018 ganz unerwartet. Hatten schon vorher viele Menschen ihre Ausstellung sehen wollen, nahm der Besucherstrom nach ihrem Tod derart zu, dass die Infrastruktur des Kunsthauses gar an ihre Grenzen stiess. Am Samstag, 23. Februar um 11.45 Uhr, wird im Kino Seehof in Zug der Dokumentarfilm präsentiert, den der Zuger Filmemacher Remo Hegglin im Auftrag des Kunsthauses Zug erstellte, um die Entstehung, Umsetzung und Durchführung der Ausstellung Christa de Carouge zu begleiten.

Ab März folgten gleich zwei Sammlungsausstellungen, feierte doch die Stiftung Sammlung Kamm 2018 ihr 20-jähriges Bestehen. Bei der Ausstellung «Wien zu Europa» (5'921 Besucher) kamen insbesondere die Klimt- und Schiele-Liebhaber auf ihre Rechnung. Für einmal mussten keine enttäuschten Besucher abgewiesen werden, weil die Sammlung aus Platzgründen nicht zu sehen war.
Die darauffolgende Ausstellung Die «Sammlung zur Sammlung» (1'528 Besucher), die zeitgenössische Interpretationen historischer Werke der Sammlung in den Fokus rückte, wies wohl nicht zuletzt wegen des anhaltend schönen Sommerwetters tiefere Besucherzahlen auf. Auch das parallel präsentierte fotografische Werk des ungarischen Schriftstellers Péter Nádas mit seinen neuen Digitalfotografien musste dem Angebot im Freien trotzen; erfreulicherweise schenkte der Künstler diese Arbeiten dem Kunsthaus.
Und schliesslich spielte die grosse Sonderausstellung «Komödie des Daseins. Kunst und Humor von der Antike bis heute» (5'534 Besucher, nur 2018) nochmals hohe Besucherzahlen ein. Während der gesamten Dauer dieser Ausstellung wurden fast täglich Veranstaltungen angeboten, insgesamt waren es deren 80.


Das Kunsthaus - allgegenwärtig

Im vergangenen Jahr fanden zu den total 130 regulären Programmveranstaltungen zusätzlich 68 private Führungen statt. Rund 80 Schulklassen von Kindergarten bis Berufsschule, 14 Gruppen mit Studierenden und 30 Kitas besuchten im Rahmen ihres Unterrichts die Ausstellungen. Wie immer nicht mitgezählt wurden die vielen Personen, welche die Kunstwerke im öffentlichen Raum besuchen wie die begehbare Stahlskulptur «Seesicht» von Roman Signer oder Ilya und Emilia Kabakovs «The Ship of Tolerance» im Brüggli. Und wie viele gehen oder sitzen auf Tadashi Kawamatas Holzstegen ohne zu wissen, dass es sich dabei um Kunstwerke handelt? Auch das kann Kunst. (fae/pd)

www.kunsthauszug.ch


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