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Dallenwil

Wiesenbergbahn erhält Zustupf von der Patenschaft für Berggemeinden

Die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden spricht fast eine halbe Million Franken für die Sanierung der Wiesenbergbahn. Verspätung gibt’s trotzdem.

«Wir sind sehr überrascht und erfreut über den grossen Zustupf», sagt Niklaus Reinhard, Präsident der Baukommission der Wiesenbergbahn zum jüngsten Beschluss des Vorstands der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden. Dieser hat 429'000 Franken für die Sanierung der Wiesenbergbahn gesprochen. Damit sei die Finanzierung für die Sanierung in der Höhe von 1,2 Millionen Franken gesichert. «Das Projekt hat nun Hände und Füsse.»

Rund die Hälfte steuerte die Seilbahngenossenschaft Dallenwil–Wiesenberg selber bei, 80'000 Franken sprachen die Dallenwilerinnen und Dallenwiler an der Urnenabstimmung im Mai dieses Jahres. Weitere Beiträge sicherten verschiedene Institutionen zu. Dazu gehört der Regionalentwicklungsverband Nidwalden und Engelberg mit einem zinslosen, rückzahlbaren Darlehen von 200'000 Franken. Auch der Verein Freunde der Kleinseilbahnen beteiligt sich voraussichtlich an den Kosten. Die restlichen fehlenden rund 70'000 Franken will die Seilbahngenossenschaft noch diesen Herbst mittels Crowdfunding generieren. Im August vergangenen Jahres hatten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Wiesenbergbahn den Sanierungsplänen und dem Finanzierungskonzept zugestimmt.

Mit der Sanierung wird die 1934 gebaute, 2,3 Kilometer lange Luftseilbahn mit zwei vierplätzigen Kabinen technisch und auch was die immer strengeren gesetzlichen Auflagen betrifft, für die nächsten 25 Jahre wieder auf die Höhe der Zeit gebracht werden. Insbesondere die Tragseile, Teile der Technik und die Steuerung stehen im Fokus.

Wenn die Wiesenbergstrasse gesperrt ist, soll die Bahn wieder fahren

Obwohl das Geld so gut wie beisammen ist, werden die Sanierungsarbeiten von diesem Herbst auf kommenden Frühling verlegt. «Wir kämpfen mit Lieferproblemen, vor allem in der Steuerungstechnik», erklärt Niklaus Reinhard. «Wir setzen aber alles daran, dass die Wiesenbergbahn ab Ende April wieder fährt, wenn die Wiesenbergstrasse wegen Bauarbeiten wieder gesperrt ist.»

Lange hatte es so ausgesehen, dass kein Weg an einem Neubau vorbeiführen würde. Dieser hätte gemäss einer 2017 eingeholten Offerte aber rund 5 Millionen gekostet, was die Möglichkeiten der Betreibergenossenschaft gesprengt hätte. Grund war das 2007 in Kraft getretene Seilbahngesetz. Demnach hätte der Kanton die Konzession der Seilbahn im jetzigen Zustand nur noch bis 2027 verlängern dürfen. Die neue Betrachtungsweise für die Seilbahnsteuerung durch die Prüfstelle der Interkantonalen Kontrollstelle für Seilbahnen und Skilifte (IKSS) machte den Weg frei für die finanziell tragbare Lösung der Sanierung. Zwar gibt es weiterhin die jährliche Kontrolle durch die vom Kanton beauftragte IKSS. Doch solange die Wiesenbergbahn die gesetzlichen Ansprüche betreffend Sicherheit erfüllt, wird die Konzession weiterhin erteilt. Die Bahn kann nun Sanierungen, die später anfallen, staffeln und auch nach 2027 noch ausführen.

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