VCS fordert: Bahnhofstrasse soll attraktiv werden

ALTDORF ⋅ Die Sektion Uri des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) hat verschiedene Ideen zur Entwicklung von Altdorf.

20. Januar 2020, 18:46

(zf) «Wie kann die Bahnhofstrasse zu einem interessanten und ansprechenden Ort gemacht werden, welche die beiden Zentren organisch verbindet statt nur Transitstrecke zu sein? Wie kann sie zu einem Raum werden, der auch zum Verweilen oder zum langsamen Bummeln einlädt?», diese Fragen stellt die Urner Sektion des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) in einer Medienmitteilung.

Mit den beiden Trottoirs und der bestehenden Allee habe die Bahnhofstrasse schon heute ein hohes Potenzial. Nach Vorstellung des VCS kann dieses noch gesteigert werden. Der VCS schlägt in einem Papier, das er den verantwortlichen Personen des Kantons und der Gemeinde Altdorf eingereicht hat, die Schaffung einer Kernfahrbahn mit Velospur vor. Bei der Kreuzung mit Langmattgasse und Gitschenstrasse soll eine torähnliche Situation den Eingang zum Dorf markieren.

Im Bereich der Schulhäuser möchte der VCS die nördliche Spur der Bahnhofstrasse nach Norden verschieben und mit einer langen Mittelinsel die Verbindung zwischen den Schulhausarealen verbessern. Die Areale der reformierten Kirche und der Musikschule könnten nach Vorstellung des VCS miteinander verbunden und gegen die Strasse hin geöffnet werden, damit die dort vorhandenen Kunstwerke besser zur Geltung kommen und eine platzähnliche Situation entsteht.

Ausserdem möchte der VCS den Strassenraum mit zusätzlichen Sitzbänken auf der Sonnenseite, gedeckten Bushaltestellen und zusätzlichen Grünelementen bei den Einmündungen der Attinghauserstrasse und des Crivelliwegs verschönern.

Noch ist viel Denkarbeit nötig

Der VCS betont, dass die präsentierten Vorschläge keine Projekte, sondern erst Ideen und Gedankenanstösse sind. Der VCS ist sich auch bewusst, dass bis zur Realisierung noch viel Denkarbeit geleistet und viele Gespräche zwischen den verschiedensten Akteuren geführt werden müssen.

«Die Probleme des Dorfzentrums, die sich in leer stehenden Geschäftsräumen manifestieren, können mit den Vorschlägen für die Gestaltung der Bahnhofstrasse nicht gelöst werden, da sie andere Ursachen haben», so der VCS. Sie sollten in einem «partizipativen Prozess unter Beteiligung der gesamten Bevölkerung» angegangen werden. «Sowohl bei der Bahnhofstrasse wie im Dorfzentrum ist eine enge Kooperation des Strasseneigentümers, dem Kanton, und der von den Problemen betroffenen Gemeinde nötig.» (zf)


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