Urnerisch-nidwaldnerische Zusammenarbeit im Tourismus wird vertieft

URI ⋅ Die Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG und der Verein Tourismusregion Klewenalp, zu der auch Seelisberg gehört, gehen in Zukunft bei der Entwicklung sowie im Marketing gemeinsame Wege.

12. Juli 2018, 19:09

Christoph Näpflin

Christoph Näpflin

Seit einigen Jahren arbeiten die Tourismusorte Ennetbürgen, Buochs, Beckenried, Emmetten, Seelisberg und Isenthal über die Kantonsgrenzen hinaus zusammen. Der Verein Tourismusregion Klewenalp hat sich bis anhin um die Bereiche Angebotsgestaltung, Gästeinformation und Marketing gekümmert. Dies geschah jeweils in Zusammenarbeit mit den Tourismusorganisationen aus Uri und Nidwalden.

Ab dem 1. Januar 2019 erfolgt nun ein weiterer Schritt zur Tourismusförderung in der Region Klewenalp. Gemeinsam mit den Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG werden die Aufgaben neu verteilt. Die Leistungsvereinbarung sieht vor, dass der Verein seinen Fokus neu vor allem intern setzt und die Bergbahnen das gesamte Marketing und den Verkauf sowie die Gästeinformation übernehmen und für alle koordinieren.

Ein Zentrum in Beckenried gilt als Anlaufstelle

Dafür werden die Kräfte an einem gemeinsamen Dienstleistungszentrum in Beckenried gebündelt und ein Grossteil der Finanzen zusammengelegt. «Nur gemeinsam haben wir eine Chance, im Tourismusmarkt zu bestehen und unsere vielfältigen und einmaligen touristischen Angebote nach aussen erfolgreich zu verkaufen», ist Ursi Aschwanden, Präsidentin des Vereins Tourismusregion Klewenalp, überzeugt.

Bis jetzt seien in der Region durch die Zusammenarbeit bereits verschiedene Synergien genutzt worden, beim Verkauf hätten aber zum grössten Teil die nötigen Geldmittel und die personellen Ressourcen gefehlt.

Ab Anfang 2019 wird die neue Kooperation operativ tätig sein. Das neue Dienstleistungszentrum in Beckenried ermöglicht es, in den Bereichen Produktentwicklung, Marketing und Verkauf gemeinsame Entscheide zu fällen und dient zudem als Anlaufstelle für Gäste. In Spitzenzeiten soll das Zentrum zudem als Entlastung für die Bergbahn-Schalter dienen.

«Unser gemeinsamer Gast soll in Zukunft in der gesamten Region mit einem einheitlichen, qualitativ guten Auftritt angesprochen werden. Er soll unvergessliche Erlebnisse zu See, Berg und Tal buchen und erleben können», erklärt Roger Joss, Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG.

Ein grosser Teil der gesprochenen Budgets wird in die Verkaufsförderung fliessen. Dazu gehört auch die Gestaltung einer gemeinsamen Webseite. Diese wird aufgrund der Zusammenarbeit mit Luzern Tourismus mit allen Tourismusregionen der Zentralschweiz verknüpft. Ziel ist es, dass mit dem Dienstleistungszentrum für alle Tourismuspartner der Region Klewenalp eine einzige Anlaufstelle für Online-Buchungen sowie für Anfragen per Mail oder Telefon an sieben Tagen in der Woche zuständig ist.

Trotzdem bleiben in allen Orten besetzte Gästeinformationen bestehen. «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass die Gäste trotz der modernen Kommunikationsmittel in jedem Ferienort kompetente und nützliche Informationen zu Angeboten erhalten», bekräftigt Sepp Gabriel die Absicht zum Erhalt der örtlichen Informationsstellen. Er ist Vizepräsident des Vereins Tourismusregion Klewenalp.

Es gibt Veränderungen in den Gemeinden

Mit der neuen Zusammenarbeit treten einige Veränderungen in den einzelnen Orten in Kraft. Die Tourismusorte kümmern sich künftig vor allem um lokale Anlässe, sind Bindeglied zu den Vereinsmitgliedern und Leistungsträgern im eigenen Ort und bringen deren Anregungen und Angebote für die Vermarktung ein. Zudem überwachen sie die gemeinsam mit den Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG beschlossenen Strategien.

Alle Mitarbeiter werden neu gemeinsam angestellt – dies geschieht unter dem Dach der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG. Die Infostellen bei der Gondelbahnstation in Emmetten und bei der Schiffstation in Beckenried werden nebst den Informationsaufgaben gegenüber Einheimischen und Gästen auch Arbeiten für die gesamte Region übernehmen können.

Die Öffnungszeiten werden aufgrund der Gästebedürfnisse festgelegt. Die übrigen Infostellen werden auf Mandatsbasis vergeben. «Unser grösstes Ziel ist es, mehr Gäste in die Region zu bringen, welche mehr Wertschöpfung bei allen Leistungsträgern und Partnern auslösen. Im Idealfall können diese sogar zusätzliche Arbeitsplätze schaffen», erläutert Roger Joss.


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