Triathletin Jolanda Annen läuft über 5000 Meter Urner Rekord

URI ⋅ Wegen Corona finden noch immer keine internationalen Triathlon-Wettkämpfe statt. Damit Jolanda Annen dennoch in den Rennrhythmus findet, entschied sie sich für einen Start am Leichtathletik-Abendmeeting in Regensdorf.

11. August 2020, 14:11

(pd) Nachdem Jolanda Annen im Januar einen dreifachen Mittelfussbruch erlitt und drei Monate keine Lauftrainings absolvieren konnte, sollte dieses Rennen ein erster Formtest sein. Für Annen war es denn auch der erste Wettkampf auf der 400-Meter-Bahn, und auch die Startzeit von 21.45 Uhr war sehr ungewohnt für die Schattdorferin.

Insgesamt wurden vier Läufe zu jeweils etwa 22 Läuferinnen und Läufern eingeteilt, wobei Männer und Frauen gemischt starteten. Den ersten Kilometer absolvierte Annen innerhalb einer kleinen Gruppe in 3:12 Minuten und war somit deutlich schneller unterwegs, als sie dies zuvor geplant hatte. Nach zwei Kilometern konnte der vor Annen laufende Athlet das Tempo nicht mehr halten, weshalb die Triathletin entschied, ihren eigenen Rhythmus zu laufen. Auch wenn die Führungsarbeit etwas mehr Kraft kostete, konnte Annen das Tempo hochhalten. Dank einer schnellen letzten Runde lief sie in 16:23,61 Minuten über die Ziellinie, was neuen «Urner Rekord» über die 5000 Meter bedeutet. Der alte Rekord lag bei 16:25,40 Minuten und wurde von Jasmin Widmer gehalten.

Das Rennen gewann Fabienne Schlumpf mit einer neuen «Europa-Jahresbestleistung» in 15:27 Minuten. Annen klassierte sich hinter der Italienerin Isabel Mattuzzi auf dem sehr guten dritten Rang.

Hervorragende Zeit, die es im Triathlon zu bestätigen gilt

Annen zeigte sich nach dem Rennen sehr glücklich: «Ich habe zwar im Höhentrainingslager in den letzten drei Wochen gespürt, dass ich schon wieder sehr fit bin im Laufen, mit einer Zeit unter 16:40 hatte ich aber nicht gerechnet. Umso mehr bedeutet mir dieses gute Rennen, und ich hoffe natürlich, dies auch bald in einem Triathlon umsetzen zu können.»

Die Europameisterschaft Ende August, welche in Estland hätte stattfinden sollen, musste vor einer Woche abgesagt werden. Aktuell hofft Annen auf einen internationalen Einsatz Anfang September in Hamburg. Dort soll laut aktuellem Stand ein Einzel- und Teamrennen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.


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