In Attinghausen gibt es einen grossen Wechsel im Gemeinderat

URI ⋅ Das Budget schliesst zwar mit einem Defizit, wurde aber klar gutgeheissen. Aufs neue Jahr nehmen gleich drei neue Gemeinderäte ihre Arbeit auf.

01. Dezember 2021, 14:23

Markus Zwyssig

Die Attinghauserinnen und Attinghauser sagten an der Gemeindeversammlung am Montagabend klar Ja zum Budget der Einwohnergemeinde. Dieses sieht ein Defizit von 237’900 Franken vor. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf 5,293 Millionen Franken. Gutgeheissen wurden auch die Anträge des Gemeinderats, den Steuerfuss unverändert bei 92 Prozent und den Kapitalsteuersatz bei 0,01 Promille zu belassen. Bei der Wasserversorgung wird für das kommende Jahr mit fast ausgeglichenen Zahlen gerechnet. Bei einem Gesamtaufwand von 233'400 Franken wird ein kleiner Verlust von 900 Franken budgetiert. Auch dieser Voranschlag wurde gutgeheissen.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bestätigten an der Herbstgemeindeversammlung den Schulrat, die Baukommission, die Rechnungsprüfungskommission und die Delegierten für die Delegiertenversammlung der Kreisschule Seedorf. Im Schulrat wurden Präsident Simon Zgraggen sowie die Mitglieder Josef Zgraggen, Angela Wyrsch, Reto Gnos und Nicole Gisler-von Rotz wieder gewählt. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bestätigten in der Baukommission Präsident Stephan Huwyler und die Mitglieder Patrick Imhof, Adrian Planzer und Beat Bunschi. Von Amtes wegen ist eine Vertretung des Gemeinderats dabei. In der Rechnungsprüfungskommission wurden Präsident Werner Mulle sowie die Mitglieder Ruedi Zurfluh, Susanne Gisler, Paul Kleiner sowie Alexander Christen wieder gewählt.

Als Delegierte für die Delegiertenversammlung der Kreisschule Seedorf wurden Alois Zurfluh, Ivo Gisler, Edwin Maissen, Patrick Camenzind, Markus Zurfluh wieder gewählt. Von Amtes wegen ist eine Vertretung des Gemeinderats sowie zwei Vertreter des Schulrats dabei.

Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutzprojekt konnte die Brücke über den Palanggenbach erneuert werden. Als Nächstes wird nun mit einem neuen Damm und der Einmündung in die Reuss ein renaturiertes Delta geschaffen. Mit verschiedenen Revitalisierungsmassnahmen am Feldergraben sollen die Arbeiten bis Ende 2023 abgeschlossen werden.

Vorderhand gibt es kein Bushäuschen

In Attinghausen soll ein neuer Verkehrsknoten entstehen. Dabei wird die Reussbrücke mit einer Brücke für den Langsamverkehr erweitert. Der Gemeinderat hat sich in diesem Zusammenhang für ein Anliegen aus der Bevölkerung stark gemacht, bei der geplanten neuen Bushaltestelle einen Unterstand zu erstellen. Von Seiten Kanton wurde jedoch betont, dass die Frequentierung zu wenig hoch sei. Zudem müsste beim Bau des Halbanschlusses das Bushäuschen wieder weg. Nach Abschluss des Kantonsbahnhofs, des Halbanschlusses und der neuen West-Ost-Verbindung soll das Begehren erneut aufs Tapet kommen.

Die Teilrevision des Siedlungsleitbilds und des Nutzungsplans für das Brüsti liegt in einem ersten Entwurf vor. Im kommenden Jahr soll das Geschäft an die Gemeindeversammlung kommen.

Kreissschule Seedorf muss saniert werden

Die Kreisschule Seedorf ist zum Teil 50-jährig und muss saniert werden. Zudem besteht Erweiterungsbedarf. Im kommenden Jahr soll in Attinghausen über einen entsprechenden Projektierungs- und Planungskredit abgestimmt werden. Das soll zeitgleich mit den anderen beiden Trägergemeinden Seedorf und Isenthal erfolgen.

Zum Schluss der Gemeindeversammlung konnten verschiedene abtretende Gemeindebehördenmitglieder verabschiedet werden. Christina Tresch war acht Jahre Mitglied im Schulrat. Hanspeter Dittli wirkte vier Jahre im Gemeinderat mit. Romy Jsenschmid war fünfeinhalb Jahre im Gemeinderat dabei, wovon drei Jahre als Verwalterin. Andreas Arnold war sieben Jahre im Gemeinderat, davon vier als Vizepräsident.

Neu dabei sind Triolo, Häring und Arnold-Loosli

Für das kommende Jahr ist der Gemeinderat Attinghausen wieder komplett. Neu dabei sind Daniel Triolo, Sebastian Häring und Silvia Arnold-Loosli. Zudem gehören die bisherige Präsidentin Anita Zurfluh und die bisherigen Mitglieder Michael Müller, Zita Stadler und Thomas Tresch dem Gremium an.


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