Altdorf

Ein Notdach wird das Theater Uri überragen

Im Theater Uri schreitet das «Sanierungsprojekt 2023 bis 2030» voran. Mitte Juni startet die Sanierung des Bühnenhauses.

Das Theater Uri in Altdorf ist der grösste Kulturbetrieb des Kantons Uri. Es lockt jährlich bis zu 40.000 Besucherinnen und Besucher an und ist ein bedeutendes Mehrsparten-Kulturhaus für Theater, Konzerte und Tanz in der Zentralschweiz. Seine überregionale Ausstrahlung erklärt auch die Bedeutung, die das Theater für die Gemeinde Altdorf und den Kanton Uri hat. Am 12. März 2023 haben die Urner und die Altdorfer Bevölkerung das «Sanierungsprojekt 2023 bis 2030» bewilligt. Die Kosten teilen sich die Gemeinde Altdorf und der Kanton Uri je hälftig.

So soll das Notdach aussehen, welches den Theatersaal in der Sanierungsetappe von Mitte Juni bis Ende November 2026 vor Wind und Wetter schützt.
Bild: Visualisierung: zvg

Seit 2023 sind hauptsächlich im Innenbereich diverse Arbeiten ausgeführt worden, wie aus einer Mitteilung der Gemeinde Altdorf  hervorgeht. So wurde zum Beispiel die Theatertechnik modernisiert (Mischpult, Beschallungsanlagen, Bildprojektoren). Im Kulissenhaus wurden die Lagermöglichkeiten mit dem Einbau von Zwischenpodesten und einem Kran optimiert sowie das Flachdach saniert. Auch das Entrée mit den Schaltern von Uri Tourismus und dem Theater Uri erstrahlt in neuem Glanz. Aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern sei nicht entgangen, dass im Foyer vor dem Treppenaufgang neue Brandschutztüren montiert worden seien, heisst es in der  Mitteilung.

Blick vom neuen Zwischenpodest im Kulissenhaus, das die Lagermöglichkeiten für den Betrieb verbessert.
Bild: zvg

Notdach weit herum zu sehen

Mitte Juni starten die Arbeiten im Bühnenhaus, die bis Ende November abgeschlossen sein sollen. Unter anderem werden die betrieblichen Einrichtungen der Bühne erneuert. Das Bühnendach muss deshalb höher gesetzt werden. Dazu ist die Erstellung eines Notdaches erforderlich, das mit einer Giebelhöhe von 25 Metern das Tellspielhaus weit überragen wird. «Diese aufwändige temporäre Konstruktion kann im gesetzten Zeitfenster dank dem Entgegenkommen der umliegenden Gundeigentümerinnen und -eigentümer realisiert werden»,  so die Mitteilung der Gemeinde Altdorf. Sie biete mit der Nutzung ihres Grundstücks Hand für den Installationsplatz, den Baukran und die Anlieferungswege.

Im altehrwürdigen Theatersaal wurden u.a. die Technik und die Beleuchtung modernisiert.
Bild: zvg

Während der Bauzeit kann es zu Immission wie Lärm oder Staub kommen. Die am Bau beteiligten Unternehmungen sind bestrebt, die Auswirkungen auf die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten. (zvg/MZ)

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