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Nidwalden

SP Stans erachtet «Stans West» als zu wenig entlastend

Die Ortspartei begrüsst einige Punkte des Verkehrskonzept Stans. Sie ermuntert den Gemeinderat, an einigen Schrauben zu drehen.
Die geplante Entlastungsstrasse Stans West soll entlang des Zentralbahn-Trassees von der Rotzlochstrasse auf Höhe Gerbibrücke zur Ennetmooserstrasse im Gebiet Fuhr führen. Auf dem Bild rechts das ehemalige Müller-Martini-Gebäude. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 30. Mai 2022))

Das Verkehrskonzept der Gemeinde Stans ist für die SP-Ortspartei der richtige Ansatz. Wie die Partei in einer Medienmitteilung schreibt, werde Stans nicht umhinkommen, kommunale gesetzliche Auflagen zu erstellen, damit die im Verkehrskonzept skizzierten Ziele erreicht werden können. Die SP Stans erachtet den Zeithorizont von 10 bis 15 Jahren jedoch als zu wenig weitsichtig. Er möge für die hochpriorisierten Interventionen genügen, aber dieser kurze Betrachtungsraum enge zu fest ein und es bleibe kaum Platz für Visionen.

In den Augen der Partei muss Stans die Hoheit über die «Dorfkernstrassen» erlangen. So verlangt sie, dass die Gemeinde sich beim Kanton für eine durchgehende visuelle oder sogar materielle Pflästerung des Dorfplatzes einsetzt. Des Weiteren empfiehlt die Partei eine saisonale Reduktion der Parkplätze auf dem Dorfplatz, damit dieser als Begegnungsort im Sommer vollflächig genutzt werden kann.

Begriff «Umfahrungsstrasse» sei passender

Kritisch gegenüber steht die Ortspartei der Entlastungsstrasse Stans West mit flankierenden Massnahmen. Schenke man den verkehrstechnischen Fachberichten Glauben, werde die Entlastungswirkung der projektierten Strasse mehr als bescheiden sein. Für die SP ist unklar, welches denn die flankierenden Massnahmen sind und welche davon zeitgleich oder gar vorher umgesetzt werden können. Die Partei will bei den Behörden beliebt machen, anstelle von Entlastungsstrasse nur den Begriff der Umfahrungsstrasse zu verwenden.

Positiver wertet die SP Stans die Umgestaltung des Knotens Buochser- und Robert-Durrer-Strasse. «Es geht in Richtung Einbahnverkehr, ohne es aber zu sein», heisst es in der Medienmitteilung. Auch die Erläuterungen und Massnahmen bezüglich des Veloverkehrs unterstützt die SP. Sie will gar die Vortrittsregel auf gewissen Veloverbindungsrouten «schärfer» zu Gunsten des Velos auslegen.

Beim öffentlichen Verkehr sei zu prüfen, ob gewisse Linien im Postautobetrieb nicht Durchfahrlinien sein können. Als Beispiel nennt die SP Stans Verbindungen von Emmetten und Beckenried zu Stosszeiten direkt nach Luzern. Der Umweg über den Bürgen müsste spätestens überdenkt werden, wenn das Industriegebiet Faden zum Laufen kommt. Damit die Fahrzeiten optimiert werden könnten, wäre möglicherweise ein eigener Busschlaufenbetrieb angebracht. Zudem müsste die Möglichkeit einer Zughaltestelle Bitzi weiterhin ernsthaft mitgedacht werden.

Die SP ermuntert den Stanser Gemeinderat, den Weg zur Reduktion und Bewältigung der Verkehrs- und Lärmbelastung weiterzuverfolgen. Solange die Verkehrssicherheit nicht gefährdet sei, dürfe ruhig mal an der einen und anderen Schraube gedreht werden, um zu schauen, was passiert. (fpf)

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