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Stadt Zug

SP-Fraktion will vom Stadtrat wissen, ob er die Betriebskosten der «Herberge für Frauen» vom Liebfrauenhof übernimmt

Die Stiftung Liebfrauenhof, Trägerin des Frauenhauses Zug, ist auf Einkünfte aus Liegenschaften an der Waldheimstrasse angewiesen. Aktuell wurde den dortigen Mietenden gekündigt. Nach einer Sanierung wird eine Erhöhung der Mieten von bis zu über 100 Prozent angestrebt. Die Stadtzuger SP befragt dazu den Stadtrat.

Die Häuser an der Waldheimstrasse 33, 35 und 37 werden saniert und anschliessend mit einer Mieterhöhung von über 100 Prozent wieder angeboten. 
Bild: Bild: Alexandra Wey (27. Dezember 2022)

Kürzlich reichte die SP-Fraktion eine Interpellation bezüglich der Stiftung Liebfrauenhof ein. Darin schildern die Interpellantinnen und Interpellanten: «Der Berichterstattung der ‹Zuger Zeitung› vom 29.12.2022 entnehmen wir, dass die Stiftung Liebfrauenhof, die Trägerin der ‹Herberge für Frauen› ist, zur Aufrechterhaltung des Betriebs des Frauenhauses auf Einkünfte aus Liegenschaften an der Waldheimstrasse angewiesen ist.»

Mietenden wurde bereits gekündigt, eine Sanierung steht an und eine Erhöhung der Mieten von bis zu über 100 Prozent wird angestrebt, wird der Zeitungsbericht weiter zitiert. Im Gespräch mit der «Zuger Zeitung» mache der Geschäftsführer Werner Ulrich geltend, dass die Stiftung nicht von der öffentlichen Hand unterstützt werde und deshalb auf eigene Einnahmen angewiesen sei.

Heisst für die SP-Fraktion, dass in der Stadt Zug Schutzplätze auch über hohe Mieten finanziert werden.

Erkennt der Stadtrat den Wert für die Stadt?

In diesem Zusammenhang fordert die Fraktion vom Stadtrat drei grundlegende Antworten zum Thema. Nämlich dazu, ob die Stadt Zug in den vergangenen vier Jahren finanzielle Mittel an die Stiftung Liebfrauenhof überwiesen hat? Falls ja, in welcher Höhe und zu welchem Zweck?

Weiter wollen die Interpellantinnen und Interpellanten wissen, ob der Stadtrat im Betrieb der «Herberge für Frauen» einen Wert für die Stadt erkennt und ob er bereit ist, sich mit einem angemessenen Beitrag an den Betriebskosten zu beteiligen?

Und schliesslich fragt die SP-Fraktion: «Wie der Stadtrat die Situation bewertet, in der aufgrund der Zurückhaltung der öffentlichen Hand Stiftungen zur Erfüllung gesellschaftlich wertvoller Aufträge auf Erträge aus Mietzinsen angewiesen sind? Und deshalb zur Dynamik der Mieterhöhungen beitragen.»

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