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Zug

Schlechteres Angebot seit dem Fahrplanwechsel? Rentnerin beschwert sich über zu kurze Umsteigezeiten

Eine Buonaserin beklagt, sie habe seit Mitte Dezember mit dem 53er-Bus ungünstigere Anschlüsse am Bahnhof Rotkreuz. Die ZVB halten dagegen: Das neue Angebot sei attraktiver und zuverlässiger als zuvor.
Der Bus 53 bei der Abfahrt in Rotkreuz. (Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 16. Februar 2021))

Linda Leuenberger

Am 13. Dezember des letzten Jahres haben die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) ihren alljährlichen Fahrplanwechsel vorgenommen. Für viele der 27 Buslinien ist so ein Zusatznutzen entstanden. Gemäss einer Leserin unserer Zeitung habe sich die Situation auf der Buslinie 53 von Küssnacht zum Bahnhof Rotkreuz allerdings verschlechtert.

Die rege Nutzerin des 53er-Busses, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, beschwert sich über die neuen Abfahrtszeiten. Die Rentnerin wohnt in Buonas und fährt nicht mehr Auto. Sie ist zum Einkaufen und für andere Erledigungen auf den ÖV angewiesen und nutze ihn täglich. Seit die Linie auf Halbstundentakt gesetzt worden ist, seien ihre Anschlüsse nun viel schlechter, sagt sie. Von ihrer Haltestelle sei sie zwar nach wie vor in fünf Minuten am Bahnhof Rotkreuz. Die Anschlüsse nach Luzern seien aber häufig schon weg oder ihr reiche die Umsteigezeit nicht. Manchmal komme es dadurch zu einer Wartezeit von einer halben Stunde, klagt die Pensionärin. Gerade bei eisigen Temperaturen sei das kaum auszuhalten. Zumal es keine geheizten Wartesäle gebe. Ihr grösster Wunsch:

«Ich will den alten Fahrplan zurück. Diese Warterei ist nicht lustig.»

Ein Blick in den aktuellen Fahrplan bestätigt: Je nach Verbindung bleiben der Rentnerin drei oder vier Minuten, um in Rotkreuz umzusteigen. Das sei ohnehin eine sehr kurze Zeit, sagt sie, und je nach Verkehrsaufkommen und Witterung werde es noch knapper.

Attraktiver für Pendler

Auf die Beschwerde angesprochen, gibt Philipp Hofmann von den Zugerland Verkehrsbetrieben (ZVB) Auskunft. Er ist Mitglied in der Geschäftsleitung und unter anderem für die Fahrplanplanung zuständig. Bei den ZVB seien keine Reklamationen bezüglich dieser Buslinie eingegangen. Er hebt hervor: Die Linie 53 verbindet das Gebiet zwischen Küssnacht und Rotkreuz und muss an verschiedenen Orten Anschlüsse gewährleisten. In Rotkreuz muss sie sowohl in Richtung Zürich als auch in Richtung Luzern Verbindungen erreichen. Ebenso sei es von zentraler Bedeutung, dass die Busse wiederum Fahrgäste aus Zürich und Luzern aufnehmen können.

Wegen Rückstaus bei der Autobahnein- und -ausfahrt in Küssnacht konnten diese Anschlüsse vor dem Fahrplanwechsel nicht immer zuverlässig gewährleistet werden, sagt Hofmann. Damals ist die Buslinie 53 in einem 20/40-Minuten-Takt gefahren. Dem Besteller dieser Linie – das Amt für ÖV des Kantons Schwyz – sei es ein grosses Anliegen, das Angebot für das wachsende Gebiet zwischen Rotkreuz und Küssnacht zu stärken. Daher werde seit dem Fahrplanwechsel während der Hauptverkehrszeit neu ein 15-Minuten-Takt angeboten. Den Tag hindurch fährt der Bus 53 nun in einem 30-Minuten-Takt. Hofmann sagt:

«Das neue Angebot ist attraktiver für Pendler. Die Anschlüsse in Rotkreuz passen nun im Allgemeinen besser.»

Je nachdem, in welche Richtung man weiterfahren möchte und welche Verbindung gewählt wird, sei die Wartezeit etwas kürzer oder länger als früher. «Im Grossen und Ganzen gesehen», sagt Hofmann, «sind wir der Überzeugung, dass das neue Angebot für die Fahrgäste zuverlässiger und attraktiver ist.» Unsere Leserin hat anscheinend andere Erfahrungen gemacht.

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