Suche nach verunfallten Einbrechern läuft

OBWALDEN ⋅ Auf der A8 bei Alpnach hat sich am Donnerstag ein heftiger Unfall ereignet. Dies nachdem die Polizei mutmassliche Einbrecher verfolgt hatte. Ein Insasse wurde verletzt im Auto zurückgelassen, zwei weitere Personen sind flüchtig.

Aktualisiert: 
08.11.2018, 20:00
08. November 2018, 15:45

Drei mutmassliche Einbrecher bauten am Donnerstag kurz nach dem Mittag einen heftigen Unfall auf der A8, nachdem sie vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet waren. Das Auto war von der Kantonspolizei Bern im Zusammenhang mit einem Einbruchdiebstahl zur Fahndung ausgeschrieben und war mit gestohlenen Kontrollschildern versehen.

Beim Versuch, dieses Auto kurz vor Alpnach anzuhalten, durchbrach die Täterschaft die Polizeisperre und fuhr mit massiv übersetzter Geschwindigkeit Richtung Alpnach, wie die Kantonspolizei Obwalden in einer Medienmitteilung schreibt. Dort wählte der Lenker die Ausfahrt Alpnach-Nord und fuhr in hohem Tempo geradeaus. Das Auto durchbrach die Leitplanke und flog danach auf das offene Wiesland.

Beim Selbstunfall wurde einer der drei Männer mittelschwer verletzt. Er blieb im Auto liegen und wurde später durch die Rega ins Spital geflogen. Die anderen beiden mutmasslichen Einbrecher konnten Richtung Industrie flüchten.

Nach ihnen fahndet die Kantonspolizei Obwalden auch am Donnerstagabend noch, wie sie mitteilt.

Folgende Signalementsangaben sind bekannt:

  • Eine Person, männlich, zirka 20-30 Jahre alt, weisse Hautfarbe, schlank, dunkle Haare, kräftiger Kurzhaarbart. Trug schwarze Schuhe und dunkle Hose, hellblaues Langarmhemd.
  • Eine Person, männlich, zirka 20-30 Jahre alt, braune Hautfarbe, schlank, dunkle Haare. Trug weisse Turnschuhe, blaue Jeans, weisses Langarmshirt mit einem Aufdruck auf der Rückseite.

Nach ersten Erkenntnissen seien keine weiteren Personen beim Unfall zu Schaden gekommen. Weitere Details zum Vorfall gab Christoph Fries, Leiter der Obwaldner Kriminalpolizei, aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt. Der verletzte Insasse habe bisher noch nicht befragt werden können. 

Aufgrund des Unfalls und der der Fahndung kam es im Raum Alpnach zeitweise zu grösseren Verkehrsbehinderungen. An der Aktion waren ausser der Kantonspolizei Obwalden und der Kantonspolizei Nidwalden auch Hundeführerteams der Luzerner Polizei und der Kapo Nidwalden sowie zwei Patrouillen der Militärpolizei beteiligt.

Christoph Fries rät dringend davon ab, verdächtige Personen auf eigene Faust anzusprechen. Sachdienliche Meldungen seien an die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Obwalden 041 666 65 00 oder an den nächsten Polizeiposten zu melden. (map/zfo/pd)


Login


 

Leserkommentare