Bereits ausgebuchte Oldtimer-Parade darf auch dieses Jahr nicht stattfinden

OBWALDEN ⋅ Mit über 550 Oldtimern war das «O-iO Oldtimer in Obwalden» ausgebucht. Der Kanton erteilt dem Anlass nun ein Absage.

15. April 2021, 15:11

Matthias Piazza

Corona macht dem «O-io Oldtimer in Obwalden» auch dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung. Der Kanton hat dem beliebten Oldtimer-Anlass für Pfingsten eine Absage erteilt. «Bei den geplanten Aktivitäten handelt es sich um eine private Veranstaltung gemäss geltender Covid-19-Verordnung und fallen damit unter das Veranstaltungsverbot», schreibt das Gesundheitsamt Obwalden im Brief an Veranstalter Ruedi Müller. Auch wenn der Anlass eine grosse positive Ausstrahlung in die Öffentlichkeit habe, handle es sich doch um einen privaten Anlass.

«Ich möchte nicht in den Schuhen der Behörden stecken»

Der Ramersberger Ruedi Müller, der schon seit 20 Jahren immer an Pfingsten diese geführte Oldtimer-Parade mit Sarnen als Ziel organisiert, reagiert mit Verständnis auf diese schlechten Neuigkeiten. «Ich möchte nicht in den Schuhen der Behörden stecken, sie konnten wohl gar nicht anders entscheiden.»

Trotzdem war er zuversichtlich, dass die Behörden für seinen Anlass vom 22. und 23. Mai grünes Licht geben. Er plante dafür in drei Szenarien. Das Oi-O findet wie gewohnt mit Programm und organisierter Fahrt nach Meiringen statt oder die Teilnehmer kommen auf eigene Faust nach Obwalden und Sarnen. Dafür hätte er Route elektronisch aufbereitet und den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Auch dies wurde ihm untersagt.

Das O-iO 2021 war schon Ende März ausgebucht

Dabei wäre das Interesse am Oldtimer-Treffen gross gewesen. Zwei Monate vor dem Anlass waren schon 550 Oldtimer angemeldet und damit sämtliche Plätze vergeben. Um die anfallenden Kosten zu decken, mussten die Oldtimerfans online «Tickets» für 20 Franken lösen. Eine Art Flatrate, in den Jahren zuvor kosteten diese jeweils 105 Franken für zwei Tage. Den Unkostenbeitrag haben die Teilnehmer nun verloren.

Auch die letztjährige Ausgabe vom 31. Mai und 1. Juni musste Ruedi Müller coronabedingt schweren Herzens absagen. Trotzdem liessen sich einige Oldtimer-Fans die Gelegenheit nicht nehmen und machten sich mit ihrem Gefährt auf nach Sarnen. Dabei hielten sie die Hygiene- und Abstandsregeln gemäss Polizei allerdings ein. Ob auch dieses Jahr Oldtimer-Fahrer auf eigene Faust aufkreuzen, liege nicht in seiner Macht. Er rufe nicht dazu auf, hält Ruedi Müller fest. Nun hoffe er, dass das O-iO am 4. und 5. Juni 2022 stattfinden könne.

Zuversichtlich dank Impfungen

«Mir persönlich tut die neuerliche Absage sehr leid, aber uns blieb aufgrund der gesetzlichen Grundlagen nichts anders übrig, wir hatten keinen Ermessensspielraum», sagt auf Anfrage Regierungsrätin Maya Büchi, Vorsteherin des Gesundheits- und Finanzdepartementes Obwalden. Daran änderten auch die neuerlichen Lockerungen des Bundesrates nicht, die am Mittwoch verkündet wurden und ab Montag gelten. Sie appelliert an die Oldtimer-Fans, auf nächstes Jahr zu warten. «Ich bin zuversichtlich, dass die Pandemie bis dann vorüber ist und das O-iO dann wieder stattfinden kann, wenn wir mit den Impfungen weiterhin so gut vorankommen.»


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