Piraten erobern die Stanser Fasnacht

NIDWALDEN ⋅ Der Stanser Fasnachtsumzug vom Donnerstag zog viele Gruppen an. So auch zwei Piratenfamilien.

21. Februar 2020, 19:10

Matthias Piazza

«Dürfen wir ein Foto machen?» Fast im Minutentakt wollten Fasnachtsbesucher das Sujet fotografisch festhalten. Kein Wunder: Das Piratenschiff mit ihrer gfürchigen Besatzung war am Schmutzigen Donnerstag eine Attraktion im Fasnachtsgetümmel auf dem Stanser Dorfplatz. Das Gemeinschaftswerk ist sozusagen ein Geburtstagsgeschenk an Iven Halter und Sämi Durrer, die beide im September ihren fünften Geburtstag feierten.

«Sie durften sich zum Geburtstag das Fasnachtsujet aussuchen», erzählte Sonja Halter aus Stans, die mit ihrer Kollegin Sibylle Durrer aus Ennetmoos, den zwei Buben Iven Halter und Sämi Durrer und den Geschwistern Lin Durrer (3) und Elina Halter (2) als Piraten die Stanser Fasnacht eroberte.

Kinder konnten die Fasnacht kaum erwarten

Den grossen Auftritt am Schmutzigen Donnerstag hätten die Kinder lange herbeisehnt. «Sie fragten schon Wochen im Voraus, wann es endlich losgeht», blickte Sonja Halter zurück. Gestern hatten sie an der Stanser Kinderfasnacht nochmals ihren grossen Auftritt. Und auch am Stanser Kinderumzug am Montag wollen sie teilnehmen.

Vorbereitung als Teil der Vorfreude

Die Stunden hätten sie nicht gezählt, das sei auch nicht wichtig. «Hauptsache, es gefällt den Kindern und uns. Und die Vorbereitungen sind schliesslich auch Teil der fasnächtlichen Vorfreude», sagte Sonja Halter. Trotzdem gab’s ökonomische Überlegungen. So kommt das Piratenschiff an der nächsten Fasnacht nochmals zum Einsatz. «Nur für ein Jahr wäre der Aufwand dann doch zu gross.»

Wie wird man leidenschaftliche Fasnächtler? «Ich denke, man wird da hineingeboren», meinte Sonja Halter, die mit ihrer Kollegin schon an der Stanser Tagwache um fünf Uhr war, während die Kinder von ihren Grosseltern betreut wurden. Dass man der Fantasie seinen freien Lauf lassen könne, mache für sie den Reiz der Fasnacht aus, aber auch das Gesellige. «Und diese Leidenschaft wollen wir unseren Kindern weitergeben.» Und dies scheint, hervorragend geklappt zu haben.


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