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Hilfswerk der Kirchen Uri

Nach 18 Jahren geht Stellenleiterin Maria Egli in Pension – ein Blick zurück

Unter Maria Egli konnte das Hilfswerk der Kirchen Uri jegliche Projekte umsetzen und wichtige Kontakte knüpfen.

Ende November geht Stellenleiterin Maria Egli nach achtzehn Jahren beim Hilfswerk der Kirchen Uri in Pension. Von der Gründung der Organisation, dem Aufbau der Geschäftsstelle, bis zur heute allgemein anerkannten privaten Sozialberatungsstelle habe sie wegweisende Arbeit geleistet und verschiedene Projekte initiiert und umgesetzt, schreibt der Vorstand des Hilfswerks in einer Mitteilung.

Stellenleiterin Maria Egli beim Hilfswerk der Kirchen Uri.
Bild: Bild: Valentin Luthiger / PD

Vorausschauend habe Maria Egli den Kontakt und die Zusammenarbeit mit interessierten Freiwilligen aufgebaut. Viele Frauen und Männer haben im Vorstand, bei Projekten und Aufgaben, wertvolle Zeit im Dienst der Mitmenschen geleistet. Mit Geschick und gutem Gespür habe Maria Egli Freiwillige gesucht, diese mit regelmässigen Treffen begleitet und mit Wertschätzung unterstützt. Die freiwillig Tätigen seien auch heute der grosse Reichtum der Organisation.

Wichtige Kontakte geknüpft

Der erste Jahresbericht des Vereins Hilfswerk der Kirchen Uri aus dem Jahr 2006 trägt den Titel «Neue Netze spannen». Viel Einsatz und eine gewisse Beharrlichkeit seien von Nöten gewesen, in den vergangenen Jahren die zahlreichen Kontakte zu knüpfen und lebendig zu erhalten. Die Kontakte zu privaten und staatlichen Sozialhilfestellen innerhalb des Kantons Uri, konnten laufend vertieft und erweitert werden. Die Mitgliedschaft der Stellenleiterin im Dekanat Uri seit 2019 sei eine Folge der permanenten Kontaktbereitschaft von Maria Egli zu den Landeskirchen, Kirchgemeinden und Pfarreien beider christlichen Konfessionen. Viele persönliche Gespräche, Kontakte und Beziehungen mit der Bevölkerung ermöglichten zudem eine breite Bekanntschaft des Hilfswerks im Kanton Uri.

«Staunend und dankbar» verabschiedet sich der Vorstand des Hilfswerks der Kirchen Uri von ihrer Stellenleiterin. Maria Egli habe das Hilfswerk der Kirchen Uri mit ihrer engagierten Arbeit und dem Grundsatz «Das Herz muss Hände haben» geprägt und vielen Menschen eine wertvolle Unterstützung geschenkt.

«Neue Horizonte im Blickfeld» so die Überschrift im Jahresbericht 2022. Für Maria Egli öffnet sich das Blickfeld durch die Pensionierung. Der Vorstand wünsche ihr von Herzen, die Offenheit zu behalten und mit Musse die neuen Horizonte nach ihren persönlichen Bedürfnissen zu finden. (pd/mka)

Maria Egli, Pionierin eigener Art

Es bleibt mir zuverlässig in Erinnerung, jenes Gespräch, als wir eine tüchtige Kraft finden sollten, die das Erbe der Solothurner Schwestern weiterführen würde. Freilich unter ganz neuen Vorzeichen, denn der jahrzehntelange Einsatz der Schwestern in Uri war kaum nachzuahmen!
Neues war angedacht: ein gemeinsames Hilfswerk der Kirchen sollte auf den Grundmauern des ehemaligen Kinder- und Familien-Hilfswerks entstehen: eine grosse, aber schöne Herausforderung. Maria Egli aus Luzern schien Charme und Tatkraft zu verbinden. Sie kam von der Caritas, einer grossen Organisation. In Uri würde für sie alles kleiner werden, bodennäher. Wir entschieden uns für sie, da wir spürten, wie sehr sie Neues mit Herzblut anpacken würde. Nach 18 Jahren sagen wir mit Genugtuung: die richtige Entscheidung!
Maria Egli machte sich mit Freude an die Arbeit, das merkten wir schnell. Wertvoll war für sie, dass sie die Schwestern in Solothurn im Rücken hatte. Doch nun waren manche der Fähigkeiten gefragt, die sie mitbrachte: Vernetzt war zu arbeiten. Mit der ganzen Urner Sozial-Landschaft, mit Behörden, mit den Pfarreien. Darin war sie Meisterin. Auch durch die Kontakte hinein in die Öffentlichkeit und Medienarbeit gewann das Hilfswerk, und mit ihm Maria Egli selber, Anerkennung. Dabei ging die tägliche Kleinarbeit stets weiter: die Hilfe an Viele, die anklopften. Darin wurde sie über Jahre von Myriam Würsch, dann von weiteren Mitarbeitenden, unterstützt. Mit Geschick vertraute sie auch den vielen Freiwilligen des Hilfswerks. So wurde manches Projekt möglich, immer sorgfältig begleitet.
Darauf durften sich alle verlassen: Maria Egli wollte das, was sie unternahm, ganz und verlässlich tun. So wird sie vielen Urnerinnen und Urnern in dankbarer Erinnerung bleiben – und dem Hilfswerk auch in ihrer Pension verbunden sein.
Martin Kopp, ehemaliger Generalvikar der Urschweiz

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