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Uri

Marina-Projekt: Nun braucht die Urner Bevölkerung Klarheit

Lange genug haben Gerüchte um die Idee zweier Hafenanlagen am Urnersee kursiert. Was die Urnerinnen und Urner jetzt brauchen, sind konkrete Vorstellungen und die Möglichkeit mitzureden.

Das Aufatmen der Flüeler Bevölkerung war am Mittwoch fast bis nach Zürich hörbar, wo Sawiris über den Verzicht auf einen Hafen-Standort informierte. Endlich, denn die Angst vor seiner Projektidee war gross und die Stille, seit das Wort «Marina» zum ersten Mal gefallen ist, war lang.

Ende 2020 wurden die betroffenen Flüeler Landbesitzenden telefonisch über das allfällige Vorhaben informiert und wussten monatelang nicht, wer hinter der Vision der beiden Marinas in Uri steckt. Als dann im Mai 2021 zum ersten Mal öffentlich über die Idee informiert wurde, hatte sich bereits die Vorstellung eines luxuriösen Yachthafens in den Köpfen der Flüelerinnen und Flüeler festgesetzt.

Nun will sich Sawiris also mit der Isleten begnügen. War Flüelen möglicherweise ein strategischer Schachzug, um jetzt als kompromissbereit dazustehen? Schliesslich sind die beiden Standorte unabhängig voneinander. Und weshalb bräuchte der Urnersee gleich zwei solche Hafenanlagen? Weiter dürfte die Option Isleten für viele das kleinere Übel sein. Eine, über die man reden kann.

Klar ist: Weitere Informationen zum Bootshafen-Projekt können nicht schnell genug kommen. Es wird Zeit, dass die Urner Bevölkerung Genaueres erfährt – und, dass sie mitreden darf. Denn nur so wird sie entscheiden können, ob das Sawiris-Projekt an der Isleten eine Chance oder doch eher eine Nummer zu gross für Uri ist.

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