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Asylwesen

Malters will 75 zusätzliche Plätze für Flüchtlinge schaffen

Die Gemeinde will Büroräume umfunktionieren. Um die vom Kanton Luzern geforderte Quote auch ab Dezember zu erfüllen, prüft sie zusätzlich eine Containerlösung.

Wie 63 andere Luzerner Gemeinden stellt auch Malters weniger Flüchtlingsplätze zur Verfügung, als vom Kanton verlangt. Derzeit sind es 51, gefordert wären 129. Nun plant die Gemeinde die Schaffung von total 75 zusätzlichen Plätzen in Büroräumen im Mühlering 5 und im Feld 6. Damit würden nur noch 3 fehlen. Das Ziel ist, dank zusätzlicher einzelner Wohnungen die Quote anschliessend ganz zu erfüllen.

Die Liegenschaften im Mühlering und im Feld sollen durch die Gemeinde gemietet und an den Kanton untervermietet werden. Die Verhandlungen mit den Grundeigentümern laufen. Vor der Inbetriebnahme, die möglichst schnell erfolgen soll, sind noch kleinere Umbauarbeiten für total rund 120’000 Franken nötig. Das lohne sich, wenn dadurch die Ersatzzahlungen wegen Unterschreitung der Platzzahl wegfallen, sagt Sozialvorsteher Claudio Spescha (Mitte). «Schaffen wir keine zusätzlichen Plätze, fallen alleine im Jahr 2023 kumuliert Zahlungen von über einer Million Franken an, sofern der Kanton an diesem System festhält.» Ebendieses System sieht ab Dezember eine Erhöhung der geforderten Zahl vor – für Malters wären es dann 155. «Wir prüfen daher auch noch eine Containerlösung.»

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