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Luzern

Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf verteidigt Festhalten an Restaurant-Lockdown

Die Luzerner Regierung will die Innenbereiche von Restaurants nach wie vor nicht öffnen. Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf sagt, warum die von ihm verlangte schnelle Öffnung der Terrassen keine Alibiübung ist.
Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf (CVP). (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Lukas Nussbaumer

Sie fordern eine Öffnung der Aussenbereiche von Restaurants am 1. März. Warum sollen in einer Woche nicht auch Innenräume öffnen dürfen?Guido Graf: Wir dürfen nicht den gleichen Fehler machen wie im letzten Sommer, als die komplette Öffnung letztlich eine starke zweite Welle provoziert hat. Es braucht eine schrittweise Lockerung, und die Gefahr einer Übertragung im Aussenbereich erscheint mir kleiner als im Innenbereich.Gleichzeitig fordern Sie aber, dass die Restaurants «so rasch wie möglich vollständig öffnen dürfen». Was heisst das nun? In zwei Wochen? Oder in drei?In zwei Wochen muss die epidemiologische Lage überprüft werden. Wenn die Zahlen weiter so sinken wie in den letzten Wochen und das mutierte Virus sich nicht so ausbreitet, wie es vorhergesagt wurde, können die Restaurants meiner Meinung nach noch im März vollständig öffnen.Eine Öffnung in den Aussenbereichen ist doch eine reine Alibiübung. Viele Restaurants haben keine Terrasse, andere nur eine kleine, weshalb eine Teilöffnung nicht rentiert.Das ist überhaupt keine Alibiübung. Sie entspricht einem Bedürfnis der Bevölkerung und kommt mit den steigenden Temperaturen auch zum richtigen Zeitpunkt. Für unsere Skigebiete, aber auch für jene im Wallis und im Kanton St. Gallen, entspräche sie zudem einer Lockerung.Sie fordern in Ihrer Stellungnahme an den Bundesrat, schwere Krankheitsverläufe seien bei der Bestimmung von weiteren Lockerungen stärker zu gewichten. Was heisst das?Damit meine ich die Situation in den Spitälern, insbesondere auf den Intensivpflegestationen, die sich in der Schweiz generell etwas entspannt hat. Welche Werte weitere Lockerungen ermöglichen, muss aber der Bund definieren. Ich möchte einen Flickenteppich verhindern.Einen solchen gibt es aber längst. Kantone wie Uri und Graubünden erlauben in Skigebieten offene Restaurantterrassen, der Impfstand ist von Kanton zu Kanton verschieden.Genau darum verlangt die gesamte Luzerner Regierung schweizweit einheitliche Vorgaben, die der Bevölkerung eine klare Orientierung geben.
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