Trotz Covid-19-Pandemie blieb die Sozialhilfequote im Kanton Luzern stabil

LUZERN ⋅ Die Auswirkungen der Corona-Pandemie schlugen sich 2020 noch nicht zwangsläufig in den Sozialhilfezahlen nieder. Die Zahl der Sozialhilfebezüger hat in der Zentralschweiz nur leicht zugenommen.

29. November 2021, 09:38

2020 wurden in der Zentralschweiz 15’619 Personen mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützt, wie das Amt für Statistik des Kantons Luzern (Lustat) am Montag in einer Mitteilung schreibt. Das sind 260 Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger mehr als im Vorjahr. In den Kantonen Nidwalden, Schwyz und Uri ist die Anzahl der unterstützten Personen ebenfalls gestiegen. In den Kantonen Obwalden und Zug ist sie gesunken.

Der Kanton Luzern weist gemäss Lustat die deutlich höchste Sozialhilfequote aller Zentralschweizer Kantone auf (2020: 2,4%). Im Jahr 2020 wurden 9’969 Luzernerinnen und Luzerner mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützt. Das entspricht wie im Vorjahr 2,4 Prozent der Wohnbevölkerung.

Der Kanton Zug steht erneut an zweiter Stelle mit einer unveränderten Quote von 1,6 Prozent. Darauf folgen die Kantone Schwyz (1,5%), Uri (1,4%) sowie Ob- und Nidwalden (1,0%).

Die kantonalen Unterschiede gehen laut Mitteilung hauptsächlich auf demografische Strukturen zurück, wobei der Urbanisierungsgrad respektive die Bevölkerungsdichte in urbanen Räumen eine wichtige Rolle spielt, wie das Lustat ausführt. Die Sozialhilfequote für die Zentralschweiz liegt mit unveränderten 1,9 Prozent unter derjenigen der Gesamtschweiz (2019: 3,2%). (dvm)


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