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Landrat lehnt Gesetzesänderung ab: Es bleibt bei zwei Tourismusregionen in Uri

Christian Schuler (SVP, Erstfeld) forderte «eine Tourismusregion für Uri». Damit stiess er im Urner Landrat zwar eine Diskussion an. Seine Motion fand dann aber doch keine Mehrheit. 

Der Kanton Uri bleibt weiterhin in zwei Tourismusregionen mit zwei Organisationen eingeteilt. Der Landrat hat die Motion von Christian Schuler (SVP, Erstfeld) zur «Änderung des Tourismusgesetzes – eine Tourismusregion für Uri!» mit 28 zu 17 Stimmen (3 Enthaltungen) nicht erheblich erklärt. Trotzdem gab der Vorstoss im Rat einiges zu diskutieren.

So kritisierte etwa André Hafner (FDP, Seelisberg), dass der Regierungsrat gemäss Antwort auf die Motion kein Tourismusleitbild erstellen möchte, obwohl das Vorhaben als Pflicht im kantonalen Richtplan von 2012 festgelegt sei. «Der Tourismus im Kanton Uri hat noch ein sehr hohes Weiterentwicklungspotenzial», hielt Hafner fest. Ein Leitbild würde da helfen. Franz Christen (CVP/Mitte Uri, Schattdorf) verwies aufs Regierungsprogramm 2020–2024 mit dem Ziel, Voraussetzungen zu schaffen für eine Tourismusregion mit nationaler Ausstrahlung. «Ein solch ehrgeiziges Ziel erreicht man nicht ohne griffige übergeordnete Tourismusstrategie.»

Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind betonte, dass jährlich 1,2 Millionen Franken öffentliche Gelder in den Tourismus fliessen. «Auf Pro-Kopf-Beiträge gerechnet sind wir da in der Zentralschweiz wahrscheinlich führend», so der Volkswirtschaftsdirektor. Es sei nicht Aufgabe des Staates, zu bestimmen, wo diese Gelder investiert werden.

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