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Shop Local Day

Lädele in Luzern – «man muss für das Besondere nicht in andere Städte fahren»

Am Shop Local Day vom Samstag nehmen 65 Läden teil, 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Marco Castellaneta, Präsident des Quartiervereins Altstadt, sagt wieso – und was sonst noch geplant ist.

Vom Rundgang durch das Atelier von LU Couture über die Degustation von Pralinés bei der Confiserie Bebié bis zu lokalen Designerinnen, die ihre Produkte bei Fidea präsentieren: Zum dritten Mal steigt diesen Samstag in Luzern der Shop Local Day und 65 Läden sind dabei, teils mit Programm. Das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dass mehr Läden teilnehmen, kommt nicht von ungefähr: Neu umfasst das Einzugsgebiet die ganze Luzerner Innenstadt. Deshalb agieren als Organisatoren neben den Quartiervereinen Hirschmatt-Neustadt und Altstadt neu auch die Quartiervereine Hochwacht und Kleinstadt. Zudem löst man sich organisatorisch vom europäischen Shop Local Day der App Findeling und dehnt die Aktionen dafür auf das ganze Jahr aus, wie Marco Castellaneta, Präsident des Quartiervereins Altstadt, erklärt.

Der Shop Local Day wird geografisch ausgeweitet und punkto Organisation eigenständig – warum dieser Schritt?

Marco Castellaneta: Die Ausweitung auf fast die ganze Innenstadt macht Sinn, weil es überall unabhängige und spannende Läden zu entdecken gibt. Weiter sehen wir den Aufruf, möglichst lokal einzukaufen, als Ganzjahreshaltung – und nicht bloss auf einen Tag beschränkt.

Was haben Sie vor?

Wir planen zum Beispiel für jedes der Quartiere einen eigenen Plan mit Touren, so wie man es bereits vom «Neustadtplan» her kennt. Auf diesen Touren entdeckt man sein Quartier und dessen Angebote neu. Der Plan für die Altstadt und die Kleinstadt erscheint im Frühjahr nächstes Jahr. Er ist – wie in den anderen Quartieren auch – das Ergebnis von Freiwilligenarbeit.

Warum ist dies überhaupt Sache der Quartiervereine? Es gibt ja die City-Vereinigung, die sich für die Interessen des Detailhandels einsetzt und ein City-Management ist ebenfalls geplant.

Wir bleiben ein Impuls aus dem Quartier und profitieren sollen vor allem die kleinen Läden. Man soll seine nächste Umgebung entdecken. Die professionell organisierte City-Vereinigung vertritt hingegen ein gesamtstädtisches Ziel, ist politisch aktiv und repräsentiert in dieser Rolle die Interessen des gesamten Handels inklusive der Grossverteiler und der Ladenketten.

Wieso braucht es überhaupt einen Shop Local Day?

Wir möchten an diesem Tag die Vielfalt der Geschäfte unserer Stadt ins Bewusstsein rücken. Denn viele meinen, sie müssen für das Besondere in andere Städte fahren, dabei gibt es vieles gleich hier um die Ecke.

Sie sind seit einem Jahr Präsident des Quartiervereins Altstadt. Wie geht’s der Altstadt eigentlich?

Es ist von blossem Auge festzustellen, dass es auf den Hauptachsen Weggisgasse–Hertensteinstrasse und Kapellgasse–Weinmarkt weniger Leerstände gibt, weitere neue Mieter wie Sprüngli und Franz Carl Weber kommen bald. Schwierig zu beurteilen ist, wie es um die Kauffreudigkeit steht. Das zeigt nur der Blick in die einzelnen Kassen. Ich glaube aber, dass unsere Altstadt auch in Zukunft der perfekte Platz für ein Schaufenster ist, vielleicht verstärkt für Dienstleistungen statt nur für Produkte, und vielleicht auch vermehrt für Show-Rooms.

Hinweis: Programm und weitere Infos zum Shop Local Day gibt’s auf www.shoplocalday.ch

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