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Altdorf

Korporationsrat spricht halbe Million Franken für Stiftung Papilio einstimmig

Neben der finanziellen Unterstützung für das geplante Grossprojekt werden auch eine Gesetzesänderung und zwei Teilrevisionen von Verordnungen gutgeheissen.

Einstimmig sprach der Korporationsrat Uri 500'000 Franken für die Stiftung Papilio in Altdorf. In ein neues Begegnungszentrum sowie für die Sanierung der Schule mit Therapiebad sollen insgesamt 8,7 Millionen Franken investiert werden. «Um den wachsenden Bedürfnissen und Anforderungen der rund 950 betreuten Kinder gerecht zu werden, müssen diverse Sanierungsarbeiten sowie Um- und Neubauten realisiert werden», zeigte Korporationsverwalter Lukas Wyrsch auf. Der Kanton Uri, Gemeinden, etliche Stiftungen sowie private Personen hätten 5,7 Millionen Franken zugesichert oder in Aussicht gestellt. «Die Korporation Uri unterstützt seit jeher gemäss Leitbild und der ihr wichtigen gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber Schwächeren Projekte im sozialen Bereich», so Wyrsch. Mit dem nun gesprochenen Beitrag werde diese Tradition weitergeführt.

Esther Arnold, Präsidentin der korporationsrätlichen Prüfungskommission, zeigte sich beeindruckt: «Das Angebot, das auf dem Areal der Stiftung Papilio angeboten wird, ist erstaunlich.» Kindern mit vielfältigen Beeinträchtigungen werde im Kanton Uri ein umfassendes Schulangebot mit ergänzenden Betreuungs- und Therapiemöglichkeiten ermöglicht. «Wir konnten uns ein vertieftes Bild zum vorliegenden Projekt machen und haben gespürt, mit wie viel Herzblut die Stiftung Papilio tätig ist.» Mit diesem Beitrag setze die Korporation Uri ein Zeichen von Solidarität und Wertschätzung. Sie zeige auf, dass ihr das soziale Engagement wichtig sei und die Beteiligung an einem Projekt, das speziell Kindern mit Beeinträchtigungen und deren Familien zugutekomme. Esther Arnold bezeichnete den Beitrag von 500'000 Franken als «verhältnismässig und angemessen». Das Geld soll aus dem Fonds Werke zu Gunsten Betagter und Behinderter ausgezahlt werden.

Administration der Waldverwaltung: Zusammenschlüsse helfen, Kosten zu senken

Grossmehrheitlich – mit einer Gegenstimme – wurde die Teilrevision der Verordnung über die Korporationsbürgergemeinden der Korporation Uri gutgeheissen. Angenommen wurde ein Änderungsantrag von Manuela Herger, Bürglen, den sie im Namen der Korporationsbürgerräte von Bürglen und Schattdorf stellte. Demnach wird nun in der Verordnung festgehalten, dass in einer gemeinsamen Verwaltung mehrerer Bürgergemeinden der Bürgerrat in den entsprechen Bürgergemeinden auf minimal drei Personen je Bürgergemeinde reduziert werden kann. «Für uns macht es Sinn, dass sich Korporationsbürgergemeinden zusammenschliessen, was die Administration der Waldverwaltung betrifft», sagte Manuela Herger. «Dadurch kann die Verwaltungsarbeit vereinfacht und es können Kosten gespart werden – beispielsweise dadurch, dass es nur noch ein Sekretariat gibt.»

Gutgeheissen – mit zwei Gegenstimmen – wurde eine Anpassung des Gesetzes über das Bürgerrecht der Korporation. Wenn eine Korporationsbürgerin nach der alten Gesetzgebung das Korporationsbürgerrecht mit ihrer Heirat verloren hat, so kann sie es durch den Engeren Rat wieder feststellen lassen. Für das Verfahren musste bisher eine Gebühr von 70 Franken bezahlt werden. Diese soll in Zukunft nicht mehr erhoben werden. Die Gesetzesänderung wird nun noch an der Korporationsgemeinde am 7. Mai 2023 auf dem Lehn in Altdorf behandelt.

Einstimmig gutgeheissen wurde eine Teilrevision der Verordnung über das Schmalviehschwendgeld. Dabei handelt es sich um eine Entschädigung, die für Verbesserungsarbeiten im Zusammenhang mit der Haltung von Schafen und Ziegen auf der Alp bezahlt wird. Im Sinne einer administrativen Vereinfachung sollen die Zahlungen an die Gesuchsteller in Zukunft aus der allgemeinen Schwendgeldkasse der Korporation Uri erfolgen.

Der Korporationsrat wählte Adrian Imhof, Attinghausen, neu für das Jahr 2023 als Mitglied in die Rechnungsprüfungskommission. Gewählt wurden als Präsident Walter Walker, Wassen; sowie die Mitglieder: Oliver Indergand, Schattdorf; Leo Zwyer, Sisikon; und Josef Arnold, Spiringen.

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