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Altdorf

Kneippverein Uri löst sich Ende Jahr auf – und beschenkt die Haldi-Freunde mit seinem Restvermögen

Mit einstimmigem Entscheid beschloss der Kneippverein Uri die Auflösung des Vereins per Ende Jahr.

Im Kolpinghaus Altdorf trafen sich kürzlich 31 Vereinsmitglieder und Gäste zur ausserordentlichen Generalversammlung, unter ihnen Marcella Rischatsch, Co-Präsidentin des Schweizerischen Kneippverbandes. Hauptthema des Treffens: die Auflösung des Vereins. An der ordentlichen Generalversammlung vom 18. Mai entschied eine grosse Mehrheit der Versammlung, dass der Vorstand die Auflösung des Vereins vorbereiten soll. Trotz intensiver Suche konnten keine Nachfolger im Vorstand und auch keine neuen Mitglieder gefunden werden.

Der Vorstand mit Rosi Kempf an der Spitze war gut vorbereitet und nach einem Nachtessen startete man die ausserordentliche Generalversammlung. Man akzeptierte die gewaltigen Veränderungen des digitalen Zeitalters und den Umstand, dass das Thema Kneipp rund um Wasseranwendungen, Pflanzenwirkstoffe sowie Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen einfach keine Jugendlichen mehr anspreche. In ihrem letzten Jahresbericht streifte Kempf die Aktivitäten der letzten Monate. Das grösste Engagement des Vorstandes sei dabei die saubere Vorbereitung der ausserordentlichen Generalversammlung gewesen.

Ende einer 45-jährigen Geschichte

Kassierin Brigitta Herger gab bekannt, dass nach einer Vermögensverminderung um 6242 Franken und nach Abzug der Kosten für die Versammlung noch rund 4200 Franken in der Kasse verbleiben werden. Mit grosser Mehrheit beschloss die Versammlung, mit dem Restvermögen die Kneippanlage Haldi zu unterstützen. Die Anlage, eine Maturaarbeit von Petra von Rotz und Sandra Stutthalter, ist inzwischen 15-jährig und kann Mittel für eine Auffrischung gut gebrauchen. Der Verein Haldi-Freunde werde die Sanierung vorbereiten und sie im Herbst oder Frühling realisieren.

Mit der Auflösung des Vereins per Ende Jahr geht seine 45-jährige Geschichte zu Ende. Mit etwas Wehmut erinnerte man sich an Zeiten, da mehr als 200 Vereinsmitglieder die Generalversammlung besuchten. Als Liquidatorinnen wurden die Vorstandsmitglieder Verena Lötscher und Brigitta Herger bestimmt. Mit einem kleinen Geschenk bedankte man sich bei den anwesenden ehemaligen Vereinspräsidentinnen und -präsidenten, nämlich bei der eigentlichen Initiantin Frida Zurfluh, bei Lydia Arnold, Bernadette Bissig und Eugen Herger. Für die Versammlung entschuldigen mussten sich Edith Gisler und Angi Gisler.

Mit einem Geschenk wurde auch Rosi Kempf verabschiedet. Sie war rund zehn Jahre der Dreh- und Angelpunkt des Vereins und zugleich auch der ruhende Pol. Auch Marcella Rischatsch, Co-Präsidentin des Schweizerischen Kneippverbandes, bedankte sich beim abtretenden Vorstand nochmals für die grosse Arbeit und die Vorbereitung der Auflösung. Mit einer Sonnenblume an alle Anwesenden und dem vielsagenden Zitat von Pfarrer Sebastian Kneipp, «Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel», ging die letzte Versammlung des Kneippvereins Uri zu Ende.

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