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Luzern

FDP-Politiker Martin Huber tritt aus der Partei aus

Martin Huber, Präsident der Ortspartei Entlebuch, hängt alle seine politischen Ämter an den Nagel und verlässt die FDP. Grund, weshalb der Lokalpolitiker seiner Partei den Rücken kehrt, sind Meinungsverschiedenheiten.

Seinen Austritt aus der FDP verkündete Martin Huber am späten Sonntagabend: «Hiermit erkläre ich meinen Austritt aus der FDP.Die Liberalen sowie meinen Rücktritt als Präsident der Ortspartei Entlebuch, als Delegierter der Ortspartei Entlebuch in der Kantonalpartei und als Delegierter des Wahlkreises Entlebuch in der nationalen Partei», teilte der Lokalpolitiker in einem E-Mail an die kantonale und nationale Parteileitung sowie verschiedene Medien mit.

Grund für das Zerwürfnis mit seiner politischen Heimat sind grundlegende Meinungsverschiedenheiten, wie Huber in seiner Mitteilung schreibt:

«Ihre Rede an der Delegiertenversammlung, Herr Burkhart, könnte nicht besser terminiert sein für die klare Ansage, dass die FDP die Arbeit zur Lösung der wesentlichen Probleme unseres Landes wie die Folgen des Klimawandels, die Pflege guter Beziehungen zu Europa und die Digitalisierung auf die lange Bank schiebt.»

In der Klimakrise etwa gehe es nicht um neue Abgaben und Verbote, sondern um immense Kosten, die auf die Schweiz zukommen würden, so Huber weiter. Man habe «wenig Zeit für ‹mehrheitsfähige Vorlagen›, wenn eine massive Destabilisierung unseres Finanzhaushalts, unserer Infrastruktur und letztlich unserer Wirtschaft und Gesellschaft droht». Es sei schlicht «verantwortungslos, das CO2-Gesetz zu torpedieren und keine Alternativvorschläge zu präsentieren».

Bei den guten Beziehungen zu Europa, «welche selbst im Entlebuch in breiten Bevölkerungsschichten als wichtig erachtet werden», habe ihn die FDP «aufs Tiefste enttäuscht», moniert Huber weiter.

Und auch was die Digitalisierung anbelangt, spart der Entlebucher Lokalpolitiker nicht mit Kritik:

«Weit und breit ist kein FDP-Politiker zu finden, der versteht, was unser Land, unsere Bevölkerung und unsere Wirtschaft benötigten, um aus dem digitalen Dornröschenschlaf zu erwachen. »

Huber findet aber auch positive Worte für seine Zeit in der FDP. Er habe sich gerne für die Partei eingesetzt, interessante und engagierte Leute kennen gelernt, mit denen er sich auch in Zukunft austauschen werde. Sein Engagement für die laut Huber «visionslose» Partei, «bei der Worte und Taten nicht weiter auseinanderklaffen könnten», sei nun zu Ende. (dvm)

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