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Märli Biini Stans

Ein Klassiker und doch irgendwie anders 

Die Märli Biini Stans erfüllt sich einen lange gehegten Wunsch: In der 32. Produktion gelangt der Grimm-Klassiker «Frau Holle» zur Aufführung – mit einer ganz eigenen Note.

Die Geschichte von Gold- und Pechmarie kennen wohl alle. Ein junges Mädchen hilft einer etwas älteren Frau mehrere Aufgaben zu erfüllen und wird zum Schluss mit Gold belohnt. Ihre etwas faulere Schwester wird ebenfalls losgeschickt, dieselben Aufgaben zu erfüllen. Sie ist jedoch zu faul und wird dafür mit Pech übergossen.

Die Fassung von Stefan Wieland, Regisseur der diesjährigen Produktion der Märli Biini Stans, greift die klassischen Inhalte des Märchens auf, erzählt die Geschichte aber neu. «Der Ursprungstext der Brüder Grimm ist etwa eine halbe A4-Seite lang und vom dramatischen Aufbau her, eher etwas langweilig», wird Wieland in einer Medienmitteilung der Märli Biini zitiert. Er hat sich deshalb auf die Suche nach den Wurzeln des Märchens gemacht und wurde in der nordischen Sagenwelt fündig. «Frau Holle geht zurück auf die Geschichte der Frau Hula, die im nordischen die Göttin von Eis und Schnee ist und mit ihrem Wagen über den Himmel fährt. Das hat mich interessiert und meine Frau Holle war geboren.»

So sei seine Titelfigur eine Art Göttin, die in einem Palast aus Schnee und Eis haust und sich mit ihren Schneeflocken umgibt. Kommen denn die bekannten Bilder aus dem Märchen überhaupt vor? «Aber ja!», betont Wieland. «Die Kissen werden geschüttelt, die Äpfel vom Baum abgelesen und das Brot wird rechtzeitig aus dem Ofen geholt. Auch das Gold und das Pech finden ihren Platz. Einfach nicht ganz so, wie man es im klassischen Märchen erwarten würde.» Es sei für ihn das Märchen der starken Frauen. Egal ob Gut oder Böse.

Lustig, böse, berührend

Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf acht lustige und wunderbar knuddelige Schneeflocken freuen, die auf der Bühne herumwuseln. Ebenso gibt es einen englischen Pfau, der mit Goldmarie durch das Märchenland streift. Auch eine böse Figur taucht auf und bringt alles durcheinander. «Zum Schluss gibt es aber ein klares Happy End und die Bösen werden bestraft», lassen die Verantwortlichen der Märli Biini in ihrer Mitteilung durchblicken. Damit die Flocken über die Bühne huschen, Verfolgungsjagden für Spannung sorgen und grosse Ensembletänze ihre Wirkung entfalten können, wurde die Choreografin Sonia Rocha wieder mit ins Boot geholt. Zusammen mit der Musik von Roman Glaser zaubert sie Bewegungsabläufe auf die Bühne, die nahtlos ins Stück passen.

Es wartet eine magische und bezaubernde Welt

Am Samstag feiert die Märli Biini mit «Frau Holle» Premiere. Bereits über 8000 Tickets sind in den vergangenen Wochen für die Aufführungen, die bis am 19. November dauern, verkauft worden. Wer sich dieses Stück nicht entgehen lassen will, sollte sich also sputen. Stefan Wieland verspricht: «Es wird einfach magisch und wunderschön. Man kann herzhaft lachen, die Bösen hassen und sogar etwas weinen. Man kann sich mit den Figuren identifizieren und so mit ihnen mitgehen. Man kann einfach wieder Kind sein und den Alltag für zwei Stunden vergessen.» (pd/inf)

Weitere Infos unter www.maerli-biini.ch

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