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KANTON ZUG

Die Zuger Studierendenverbände im Fokus

Am 19. September ist Semesterstart. An den beiden Hochschulen im Kanton Zug kümmern sich Studierendenverbände um die Anliegen der Studierenden ausserhalb der Hörsäle.

Studierendenverbände gibt es nahezu an jeder Hochschule. So verfügen auch die Hochschule Luzern am Standort Rotkreuz und die PH Zug über solche. Estefania Otero und Aline Arnold berichten über die Ziele ihrer Verbände und warum sie aus einer Hochschule kaum wegzudenken sind.

Stair – Der Studierendenverband der HSLU in Rotkreuz

In der Suurstoffi in Rotkreuz ist das Departement Informatik der Hochschule Luzern (HSLU) zu Hause. Hier kümmert sich der Studierendenverband «Stair» – Student Association Informatics Rotkreuz – um die Studierenden. Der Vorstand des Verbands zählt 13 junge Männer und Frauen, alle selbst Studentinnen und Studenten an der HSLU in Rotkreuz. Mitglieder hat Stair reichlich mehr, denn jede neue Studentin und jeder neue Student, die an der Hochschule anfangen, werden automatisch Mitglied bei dem Verband.

Estefania Otero studiert «Information und Cyber Security» und ist seit Frühling 2021 Präsidentin des Studierendenverbands. Sie stellt die Ziele von Stair vor.

«Unsere wichtigste Aufgabe ist die Interessenvertretung der Studierenden», erklärt die Präsidentin. Ziel ist es, die Interessen der Studierenden vor der Hochschulleitung zu vertreten. «Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit der Leitung vom Departement und halten regelmässig Sitzungen ab», so Otero. Während Corona sei es zum Beispiel im Interesse der Studierenden gewesen, den Präsenzunterricht an der Hochschule so bald wie möglich wieder aufzunehmen.

Als zweites Ziel nennt die Präsidentin die Bereitstellung von Infrastruktur. «Es gibt ein ‹Stair-Wohnzimmer›, wo die Studierenden Pause machen und Kontakte knüpfen können», so Estefania Otero.

«Wir wollen den Studierenden das Leben einfacher machen.»

Ein drittes Ziel des Studierendenverbands sei die Organisation von Events. «Das ist wohl das, was man am meisten hört, wenn man von Studierendenverbänden spricht», meint Otero schmunzelnd. Stair organisiere fast alle zwei Wochen einen Event. Dabei könne jeder und jede mithelfen. «Während Corona hatten wir viele Online-Events, jetzt versuchen wir, wieder mehr auf dem Campus zu machen», erklärt die 26-Jährige.

Keine politische Aktivität

Politisch aktiv ist der Studierendenverband nicht, und das sei auch gut so: «Wir wollen alle Studierenden vertreten», so die Präsidentin.

«Wenn man eine Position einnimmt, werden immer gewisse Leute ausgeschlossen.»

Für Estefania Otero ist es wichtig, eine Studierendenorganisation zu haben. «Ich denke, es ist von Vorteil, dass man beeinflussen kann, in welche Richtung die Hochschule geht und dass man die Meinung der Studierenden vertreten kann», meint sie abschliessend.

StudOrg – Der Studierendenverband der PH Zug

An der PH Zug kümmert sich die «StudOrg» um die Anliegen der Studierenden. Aline Arnold ist seit 2020 Mitglied der StudOrg und als Kassierin tätig. Ausserdem setzt sie sich in der Kommission Nachhaltigkeit der PH Zug ein. Insgesamt besteht der Studierendenverband der Pädagogischen Hochschule momentan aus vier Mitgliedern. Die StudOrg steht grundsätzlich aber allen Studentinnen und Studenten offen, welche daran interessiert sind, an der Hochschule mitzuwirken.

«Als StudOrg möchten wir ein Gefäss schaffen, welches den Studierenden erlaubt, bei Entscheidungen seitens der Hochschule mitzusprechen», so Aline Arnold. «Ausserdem soll es den Studierenden möglich sein, sich bei Anliegen, Sorgen und Wünschen bei uns zu melden», erklärt die Studentin weiter.

«Die StudOrg soll als Sprachrohr zwischen der Hochschulleitung und den Studierenden gelten.»

Ein weiteres wichtiges Ziel sei das Zusammenbringen von Studierenden und Dozierenden abseits des Hochschulalltags. «Durch das Jahr organisieren wir verschiedene Anlässe wie die Sportnacht oder den Forschungstag», erzählt Arnold. Diese Anlässe stünden dann Studierenden wie Dozierenden offen. «Am Forschungstag erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Bachelor-, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und wir lassen den Tag mit einem Fest ausklingen.»

Laut Aline Arnold ist eine Studierendenorganisation nicht nur gewinnbringend für die Studierenden, sondern auch für die Hochschule. Sie erklärt:

«Die StudOrg ermöglicht eine gewisse kommunikative Transparenz zwischen den verschiedenen Ebenen der Hochschule.»

Offene und ehrliche Kommunikation zwischen den Studierenden, Dozierenden und der Hochschule sei für ihr Team elementar.

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