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Grossbaustelle

Die Brügglitobelbrücke ist fertiggestellt – eine Erleichterung ist das momentan nur für den Werkverkehr

Mit der offiziellen Eröffnung der Brücke ist ein wichtiges Etappenziel der Sanierung des Strassenabschnitts Schmittli-Nidfuren erreicht. Noch dauert es aber knapp ein Jahr, bis die Bevölkerung über diese fahren kann.

Der Belag ist aufgerissen, der Boden schlammig. Grosse Baumaschinen säumen die inzwischen schmale Durchfahrt. Es wird unter Hochdruck gearbeitet. Für die Kantonsstrasse im Abschnitt Schmittli-Nidfuren, die hier befahren wird, gilt seit Anfang Jahr für den Privatverkehr eigentlich ein absolutes Fahrverbot. Für diesen besonderen Anlass wird aber eine Ausnahme gemacht: Die neue Brügglitobelbrücke wird offiziell eingeweiht.

Unter der Beobachtung von Vertretern der involvierten Unternehmen und Politikern der betroffenen Gemeinden schneidet Regierungsrat und Baudirektor Florian Weber (FDP) gemeinsam mit Fridolin Bossard (FDP), Gemeindepräsident von Unterägeri, und Herbert Keiser (parteilos), Menzinger Gemeinderat, das Absperrband durch. Damit ist die Brücke offiziell für den Verkehr freigegeben.

Davon profitieren wird in erster Linie der Werkverkehr – eine grosse Erleichterung für die Verantwortlichen. Niklaus Studer, Projektleiter bei kantonalen Abteilung für Kunstbauten, erklärt:

«Die Brücke ist ein zentrales Element des Baustellenverkehrs.»

Im April wurde die alte Brücke abgebrochen. «Das war logistisch vor allem für die Unternehmer herausfordernd.»

Die Brücke wurde einen Monat früher fertig als geplant

Die Brücke konnte einen Monat früher als geplant fertiggestellt werden. Das Projekt, das rund 40 Millionen Franken kosten wird, sei auf Kurs, so Florian Weber. Im Sommer 2023 soll der sanierte Strassenabschnitt und damit auch die neue Brücke wieder dem Verkehr übergeben werden. «Dank der Sanierung und den beidseitigen Radstreifen ist der Strassenabschnitt künftig vor allem auch für Radfahrerinnen und Radfahrer deutlich sicherer», so der Baudirektor.

Ebenfalls fertig sind der Kreisel Nidfuren, die Pfahlwand Chripfeli sowie diverse Bachdurchlässe und Böschungssicherungen. Auf eine geologisch anspruchsvolle Situation sind die Verantwortlichen unlängst beim Cholrainriedli, unter der Cholrainstrasse, gestossen. «Der Hang ist gerutscht, weil der Boden schlechter war, als wir angenommen haben», führt Projektleiter Niklaus Studer aus.

Er ergänzt: «Schliesslich mussten doppelt so viele Verankerungen einbetoniert werden als geplant. Statt den geplanten sechs Meter langen Verankerungen mussten wir in den Hang teilweise 24 Meter lange verbauen.»

Polizeipräsenz wegen Velofahrern

Der Baudirektor ist mit den Arbeiten seines Departements mehr als zufrieden: «Ich freue mich sehr, die Brügglitobelbrücke einweihen zu können, die das Herzstück der zahlreichen Betonbauten bildet.» Er ergänzt, dass sich auch der Grosskreisel über Edlibach und Allenwinden, der aufgrund der Vollsperrung der Strecke notwendig wurde, bewährt habe.

Dies auch dank zahlreicher Richtungsangaben, Fahrverbotsschilder und Absperrungen, die bei den Einfahrten der Baustelle platziert wurden. Vereinzelt würden Velofahrer verkehrt in die Cholrainstrasse, für die Einbahn gelte, einbiegen, sagt Florian Weber. «Wir haben Messungen gemacht, wann besonders viele Radfahrer unterwegs sind und dann auf die Präsenz der Polizei gesetzt.» Glücklicherweise sei es bisher zu keinem Unfall gekommen.

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