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Definitiv: Sieben Frauen und vier Männer wollen in die Luzerner Regierung

Das elfköpfige Feld der Kandidatinnen und Kandidaten für den Luzerner Regierungsrat steht. Die Zahl der Listen ist mit 23 tiefer als vor vier Jahren.

Sie treten an (obere Reihe von links): Reto Wyss (Mitte), Fabian Peter (FDP). Mittlere Reihe von links: Michaela Tschuor (Mitte), Armin Hartmann (SVP), Ylfete Fanaj (SP) und Christa Wenger (Grüne). Untere Reihe von links: Claudia Huser (GLP), Andrea Kaufmann (junge Mitte), Chiara Peyer (junge Grüne) und Zoé Stehlin (Juso). Mit Juergen Peter kandidiert auch ein bisher unbekannter Parteiloser.
Bild: Bilder: PD

Weil Marcel Schwerzmann (parteilos) , Guido Graf (Mitte) und Paul Winiker (SVP) nicht mehr zu den Regierungsratswahlen antreten, werden am 1. Juli mindestens drei neue Personen in die Luzerner Exekutive einziehen. Wieder zur Wahl stehen von den Bisherigen einzig Reto Wyss und Fabian Peter . Mitte-Finanzdirektor Wyss aus Rothenburg wurde 2011 erstmals gewählt, Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor Peter aus Inwil von der FDP bei den letzten Wahlen 2019.

Die neuen Kandidierenden heissen gemäss der am Montag von der Staatskanzlei publizierten Liste Michaela Tschuor (Mitte, Wikon), Armin Hartmann (SVP, Schlierbach), Ylfete Fanaj (SP, Luzern), Christa Wenger (Grüne, Luzern) und Claudia Huser (GLP, Luzern). Mit Ausnahme von Wenger, die im Luzerner Stadtparlament politisiert, gehören alle dem Kantonsrat an. Hartmann und Huser präsidieren derzeit ihre Fraktionen, Fanaj tat dies zwischen 2015 und 2019, vor ihrer Wahl zur höchsten Luzernerin.

Im ersten Wahlgang braucht es das absolute Mehr

Zu den Kandidierenden aus dem Feld der arrivierten Parteien kommen drei Anwärterinnen aus den Jungparteien: Andrea Kaufmann (junge Mitte, Sursee), Chiara Peyer (junge Grüne, Luzern) und Zoé Stehlin (Juso, Luzern). Eine Überraschung ist die Kandidatur des parteilosen Juergen Peter. Der erste Wahlgang findet am 2. April statt, der zweite am 14. Mai.

Anfang April brauchen die Kandidierenden das absolute Mehr, sechs Wochen später reicht das relative. Vor vier Jahren wurden Guido Graf, Reto Wyss und Fabian Peter im ersten Wahlgang gewählt, Paul Winiker und Marcel Schwerzmann schafften die Bestätigung in Runde zwei.

GLP-Kandidatin nicht mehr bei SP und Grünen aufgeführt

Die sieben Frauen und vier Männer – vor vier Jahren traten acht Männer und mit Korintha Bärtsch (Grüne) nur eine Frau an – kandidieren auf 23 verschiedenen Listen. 2019 wurden 28 Listen eingereicht, 2015 deren 15. Auffällig: Während FDP und SVP auf ihren Stammlisten lediglich ihre eigenen Kandidierenden aufführen, nennen SP und Grüne darauf auch die Anwärterinnen der jeweils anderen Partei sowie der Jungparteien. Andrea Kaufmann von der jungen Mitte wird auch auf der Liste der Mutterpartei aufgeführt.

Im Gegensatz zu 2019 nicht Teil der Kooperation im linken Lager ist die GLP. Dafür erhält deren Kandidatin Claudia Huser erstmals den Stempel «KMU-geprüft», vergeben vom KMU- und Gewerbeverband des Kantons Luzern.

Die Regierungsräte Paul Winiker (vordere Reihe links), Guido Graf und Marcel Schwerzmann treten bei den Wahlen nicht mehr an, Reto Wyss und Fabian Peter hingegen wollen wiedergewählt werden.
Bild: Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 16. Mai 2022)

Am häufigsten taucht auf den Listen der Name von Fabian Peter auf. Der FDP-Kandidat erscheint elf Mal, gefolgt von Michaela Tschuor und Reto Wyss mit zehn beziehungsweise neun Nennungen. Vor vier Jahren war Fabian Peter ebenfalls am häufigsten auf den Listen präsent, gefolgt von Guido Graf und Paul Winiker.

Sie wollen in die Luzerner Regierung:

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