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Zug

Das Weltklasse-Duo unter Zuger Flagge ist gefordert

Das Mixed-Curling-Team mit Kevin Wunderlin und Daniela Rupp spielt ab Donnerstag um den Schweizer-Meister-Titel.
Daniela Rupp und Kevin Wunderlin freuen sich auf die Tage in Biel. (Bild: Curling Lódz/Mikolaj Kolaczek)

Michael Wyss

«Mit dem Gedanken, dass wir bei den Olympischen Winterspielen in Peking nicht starten konnten, haben wir uns zum Ziel gesetzt, an der Schweizer Meisterschaft um den Titel mitzuspielen», sagt Kevin Wunderlin. Der 30-Jährige, in Zug aufgewachsen und in Baar wohnhaft, bildet mit der 35-jährigen Ostschweizerin Daniela Rupp, die in Bern lebt, das Mixed-Doubles-Team des Curling Club Zug.

Die Schweizer Meisterschaft beginnt am Donnerstag und endet am Sonntag in Biel. Die sieben Teams spielen eine einfache Hinrunde mit sechs Spielen. Der Erstplatzierte steht im Final, die Duos auf den Rängen zwei und drei bestreiten den Halbfinal. «Es muss unser Ziel sein, eine Rangierung in den Top 3 zu erreichen», so Rupp. Überdies geht es um einen Startplatz an der Weltmeisterschaft von Ende April in Genf.

Eine Chamerin macht ihnen Konkurrenz

Auf dem Weg zu einer Medaille sind die grössten Mitstreiter für den CC Zug sicher das Team Glarus mit Jenny Perret/Martin Rios, die bei den Olympischen Spielen mittaten. Auch den Schweizer Meistern von 2021, der Equipe von Solothurn Regio mit Yannick Schwaller und der Chamerin Briar Hürlimann, wird eine Menge zugetraut. Gefährlich stuft Kevin Wunderlin auch das Team Aarau mit Alina Pätz und Sven Michel ein. Daniela Rupp sagt:

«Die Konkurrenz ist gross, wir werden gefordert sein. Wir wissen um unsere Qualitäten und dass es drei perfekte Tage benötigt, damit wir um den Finaleinzug mitspielen können.»

Die Vorzeichen, eine erfolgreiche Schweizer Meisterschaft im Berner Seeland zu spielen, sind durchaus gegeben. Wunderlin/Rupp bestritten in der laufenden Saison acht Turniere, fünfmal erreichten sie den Halbfinal, drei Turniere gewannen sie. «Wir sind bereit», gibt sich Wunderlin zuversichtlich. Das Duo vom CC Zug, das 2019 Schweizer Meister wurde, ist aktuell die Nummer zwei der Weltrangliste. «Der Titel vor drei Jahren, und dass wir weltweit aktuell die Nummer zwei sind, macht uns stolz und sind unsere grössten bisherigen Erfolge.»

Olympiaqualifikation war kein Thema

Der Bewegungswissenschafter Kevin Wunderlin und Daniela Rupp (Studiengangsmanagerin PH Bern) gehören trotz ihrer Weltranglistenposition aktuell dem B-Kader von Swiss Curling Association an. Dies, weil sie vor der Saison nach den vorgängigen Leistungen eingestuft worden waren. Vor den Olympischen Spielen war das Duo Rupp/Wunderlin die Weltnummer eins, dennoch konnten nicht sie nach Peking, sondern Perret/Rios.

Für Wunderlin war das nachvollziehbar. Er erklärt: «Es gab ein Qualifikationssystem. Die beiden Schweizer Meister der Jahre 2020 und 2021 spielten um einen Platz an der WM. Das Siegerteam musste an der Weltmeisterschaft einen bestimmten Platz erreichen, um die Selektion für Peking zu schaffen. Und das schaffte das Duo Perret/Rios.»

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