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Andermatt feiert 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr

Mit Kinderprogramm und Attraktionen für Einwohnerinnen und Einwohner und einem gelungenen Abendprogramm feierte Andermatt das 125-Jahr-Jubiläum ihrer Freiwilligen Feuerwehr.

Bei leichtem Schneetreiben starteten bereits um 09.15 Uhr beim Bodenschulhaus die Attraktionen der Freiwilligen Feuerwehr für Einwohnerinnen und Einwohner mit Festwirtschaft. Eine grosse Kinderschar interessierte und amüsierte sich an den dargebotenen Vorführungen.

Um 18 Uhr füllte sich der Mehrzweckraum im Bodenschulhaus mit rund 170 geladenen Gästen. OK-Präsident Roland Tresch freute sich, viele Gäste, unter ihnen Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti, Regierungsrat Roger Nager, Gemeindepräsident Peter Baumann und Urs Mock, Vorsteher vom Amt für Bevölkerungsschutz, zu begrüssen. Kommandant Josef Kägi stellte fest, dass sich in den letzten 25 Jahren die Gesellschaft aber auch die Feuerwehr und ihre Aufgaben gewaltig geändert haben.

Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit ist stark gesunken

«Früher hatte man eine fix zugeteilte Funktion in der Feuerwehr, heute müssen Feuerwehrleute alles können», meinte Kägi. Er erinnerte an markante Einsätze der letzten 25 Jahre, so der Höflibrand, der Brand im Steinhaus in Realp, der Brand im Hotel Alpina, im neuen Chedi, wo der Kamin auf dem Dach wie ein Zuckerstock brannte oder tragische Verkehrsunfälle auf dem Furka- oder Gotthardpass.

Im Flyer zum Jubiläum sickerte durch, dass die Bereitschaft, Freiwilligenarbeit zu leisten und auch Verantwortung zu übernehmen, in den letzten Jahren stark gesunken ist. Allein die Tatsache, dass an der letzten Generalversammlung im Februar kein neuer Vereinspräsident gefunden wurde, bestätigt diese Tatsache. In der Not erklärte sich Roland Tresch bereit, als Vereinspräsident ad interim und auch als OK Präsident des Jubiläums zu wirken.

Lösung für Feuerwehrlokal und Materialdepots werden gesucht

Peter Baumann, Gemeindepräsident und Aktivmitglied der Feuerwehr Andermatt, ergänzte die Einsätze der letzten Jahre mit dem einmaligen Verbrennen des Zürcher Böögg’s in der Schöllenen. Er bestätigte, dass die unbefriedigende Situation betreff Feuerwehrlokal und dezentralisierten Materialdepots noch nicht gelöst ist, aber an einer Lösung gearbeitet werde.

Peter Baumann bedankte sich beim Kader, den Aktivmitgliedern für den Einsatz zum Wohle der Gemeinde Andermatt und dem Urserntal und bei den Sponsoren für die wertvolle Unterstützung des Jubiläums. Die Grüsse und den Dank der Urner Regierung überbrachte Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti. Er setzte das Thema Traditionsbewusstsein in den Mittelpunkt seiner Voten und streifte Andermatter Lawinenkatastrophen der Jahre 1945, 1951 und 1975 mit Todesopfern. Auch das Hochwasserereignis im Jahre 1987 mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung, Wirtschaft, Landwirtschaft und auch für die Infrastrukturen von Ursern und Andermatt sprach er an.

Einen humoristischen Schlusspunkt des Gala-Abends gab es mit Wetterschmöcker «Muser’s Märtel» (Martin Holdener). Der Mäuse-Kenner überzeugte mit Witz und Wettervorhersage und lüftete auch Geheimnisse, auf was seine Wetterschmöcker-Kollegen achten, um gute Wettervorhersagen zu produzieren. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass mit der Partyband Ürixx.

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