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Ennetbürgen

Altstoffsammelstelle soll unter den Boden

Schöner und leiser: Die Gemeinde will ihre Sammelstelle modernisieren. Auch die Bürgenstockstrasse und die Kirchenglocken sind Thema an der kommenden Gemeindeversammlung.

Sie ist in die Jahre gekommen, die Sammelstelle hinter dem Gemeindehaus. Auch sind die Container nicht gerade eine Augenweide. Und das Einwerfen von Glasflaschen macht Krach. Und die hohen Einwurfhöhen sind nicht behindertengerecht. Der Gemeinderat will darum die Altstoffsammelstelle modernisieren. Stimmen die Ennetbürgerinnen und Ennetbürger an der kommenden Gemeindeversammlung vom 20. Mai dem Kredit über 445’000 Franken zu, würden Glas, rote Gebührensäcke, Papier und Aluminiumblech neu über niedrige Einwurfsäulen in die im Boden versenkten Sammelbehälter entsorgt werden.

Der bestehende blaue Sammelcontainer für Papier und Karton würde durch einen reinen Karton-Presscontainer ersetzt. Geplant ist auch ein neuer Materialschuppen, der dem Betrieb und als Unterstand für die Sammelbehälter von Altöl, Batterien und Kaffeekapseln dient. Zur Entschärfung der Parkplatzsituation sind zwei neue Halteplätze direkt auf dem Areal der Altstoffsammelstelle geplant, die auf drei Seiten eingezäunt wurde.

Eine Tafel vor Ort würde über Öffnungszeiten und Entsorgungsregeln informieren. Zwischen dem Parkplatz vor dem Gemeindehaus und der Sammelstelle ist ein Trottoir geplant, als direkte Fussverbindung. Der Kehrichtverwertungsverband Nidwalden beteiligt sich mit 100’000 Franken an den Investitionskosten von 545’000 Franken.

«Damit hätten wir eine zeitgemässe, praktische Altstoffsammelstelle, die kaum noch Lärm verursacht und für ein besseres Erscheinungsbild neben dem Gemeindehaus sorgt», sagt Gemeindepräsident Viktor Eiholzer. Der zentrale Standort sei ideal und auch zu Fuss und mit dem Velo gut erreichbar. Zudem seien noch bessere Alternativen nicht verfügbar gewesen. Um die Sicherheit zu erhöhen, soll der Grosscontainer so platziert werden, dass der Lastwagen fürs Be- und Entladen optimal zu- und wegfahren kann.

Bei einem Ja an der Gemeindeversammlung will der Gemeinderat noch diesen Sommer das Projekt ausarbeiten, das Baugesuch einreichen und im besten Fall mit der Umsetzung im Herbst starten, damit die Altstoffsammelstelle noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden kann. Ein Provisorium auf Gemeindegebiet soll die Bauzeit überbrücken.

Bürgenstockstrasse soll saniert werden

Ein weiteres Traktandum betrifft die Bürgenstockstrasse. Sie soll zwischen Mattgrat und Zinggli beim Parkplatz Honegg für 960’000 Franken saniert werden. Die Strasse soll verbreitert, die Sichtweite verbessert werden. Dies ist erst recht nötig, seit mit der Eröffnung des Hotels Villa Honegg und des Bürgenstock-Resorts der Verkehr deutlich zugenommen hat, auch wegen viel mehr auswärtigen und ausländischen Autofahrern, welche das Befahren einer Bergstrasse nicht gewohnt sind, wie der Gemeinderat in der Botschaft schreibt.

Einige Ausweichstellen und Kurven seien unübersichtlich, Leitplanken und Zäune mit dazugehörigen Fundamenten beschädigt und würden nicht mehr der Norm entsprechen. Darum käme es immer wieder vor, dass der Verkehr stocke oder gar stillstehe. An schönen Herbsttagen mit Nebelobergrenze unterhalb Honegg spitze sich die Situation mit Mehrverkehr und schlechter Sicht noch mehr zu.

Bürgenstockstrasse aktuell nur für kleine Busse befahrbar

Gemeindepräsident Viktor Eiholzer ist zuversichtlich, dass nach der Sanierung, die auf Winter 2022/23 geplant ist, auch wieder eine öffentliche Busverbindung von Ennetbürgen auf den Bürgenstock möglich ist. So, wie die Bürgenstockstrasse jetzt daherkommt, ist sie nur für kleinere Busse befahrbar. Und da dieser Bus, der jetzt im Einsatz ist, nicht behindertengerecht ist, erlaubt das Bundesamt für Verkehr den Transport nur für Schulkinder. «Die Voraussetzungen für einen Ortsbus oder gar einen Postautobetrieb auf der Bürgenstockstrasse, wie schon lange gewünscht, verbessern sich mit der Sanierung», so Viktor Eiholzer.

Die Erfolgsrechnung weist einen Aufwandsüberschuss von 419’000 Franken auf – dies bei einem Aufwand von 14,1 Millionen Franken. Budgetiert worden war ein Minus von 998’000 Franken sowie die Entnahme von 600’000 aus den finanzpolitischen Reserven. Zum besseren Ergebnis trugen die Steuereinnahmen bei. Mit 10,2 Millionen Franken fielen sie um 567’000 Franken besser aus als erwartet. Die Gemeinde investierte im vergangenen Jahr für 1,9 Millionen Franken. Das Pro-Kopf-Vermögen betrug Ende vergangenen Jahres 1181 Franken.

Sollen die Glocken um 5 oder 6 Uhr in der Früh läuten?

Die Kirchgemeindeversammlung stimmt über das Glockengeläut ab. In Buochs läuten die Glocken seit einiger Zeit morgens um 6 Uhr, in Ennetbürgen um 5 Uhr. Ennetbürgerinnen und Ennetbürger, welche in Hörweite beider Kirchenglocken wohnen, werden so gleich zweimal von Glocken geweckt – um 5 und 6 Uhr. «Dazu erhielten wir immer wieder Rückmeldungen von Leuten, die sich daran störten», erklärt Kirchenratspräsident Theo Küchler. An der kommenden Kirchgemeindeversammlung können die Teilnehmenden nun darüber abstimmen, ob die Glocken wie bis anhin um 5 Uhr oder neu um 6 Uhr läuten sollen.

Die Rechnung schliesst bei einem Ertrag von 1,4 Millionen Franken mit einem Gewinn von 124’100 Franken ab. Das sind 91’200 Franken mehr als budgetiert, dies unter anderem darum, weil wegen Corona viele Anlässe und Projekte nicht wie üblich durchgeführt werden konnten.

Hinweis: Gemeindeversammlungen Ennetbürgen: Freitag, 20. Mai, ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle. Die Botschaften finden Sie hier.

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