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Coronapandemie

187 Nidwaldner Unternehmen haben Unterstützungsgelder erhalten

Über das Covid-19-Härtefallprogramm sind insgesamt 35,7 Millionen Franken ausbezahlt worden.

Während der Coronapandemie waren viele Nidwaldner Unternehmen stark von deren Auswirkungen betroffen. Um die bei Firmen entstandenen Einbussen teilweise zu kompensieren und Entlassungs- und Konkurswellen zu verhindern, wurden verschiedene staatliche Unterstützungsinstrumente eingesetzt, darunter das Härtefallprogramm von Bund und Kanton. Ursprünglich hätte dieses Ende 2021 abgeschlossen werden sollen, wie die Volkswirtschaftsdirektion in einer Medienmitteilung schreibt. Aufgrund steigender Fallzahlen und der Diskussion um neuerliche behördliche Massnahmen wurde das Programm bis Ende Juni 2022 verlängert.

Für das erste Quartal 2022 waren 17 Gesuche eingegangen. Vor dem Hintergrund, dass bis Mitte Februar behördlich angeordnete Massnahmen wie Masken- oder Zertifikatspflicht galten, wurden in 14 Fällen Härtefallgelder gesprochen. Die Summe belief sich auf rund 540’000 Franken. Unterstützt wurden Unternehmen aus der Tourismus- und Veranstaltungsbranche. Für das zweite Quartal 2022 gingen noch 9 Gesuche ein. Da am 1. April 2022 die Rückkehr in die normale Lage erfolgte und weil es während dieser Phase keine behördlichen Covid-19-Einschränkungen mehr gab, wurden keine weiteren Gelder gesprochen.

Wertvolle Mitwirkung des Gewerbeverbandes

Mit Ausnahme von noch einzelnen pendenten Verfahren sei das Härtefallprogramm im Kanton Nidwalden inzwischen abgeschlossen, so die Mitteilung weiter. «Mit dem Härtefallprogramm konnten wir unsere Unternehmen in einer sehr schwierigen Zeit unterstützen. Dies hat entscheidend dazu beigetragen, dass die meisten Nidwaldner Unternehmen sich mittlerweile gut von der Krise erholt haben», wird Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger zitiert.

Alle in Nidwalden eingereichten Härtefallgesuche sind durch eine kantonale Entscheidungskommission – bestehend aus Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger, Finanzdirektor Alfred Bossard (bis 30. Juni 2022) und Finanzdirektorin Michèle Blöchliger (ab 1. Juli) und einem Delegierten des Nidwaldner Gewerbeverbandes – geprüft und verfügt worden. «Die Mitwirkung des Gewerbeverbandes bei der Beurteilung der Gesuche hat sich als sehr wertvoll erwiesen, da die Sicht der betroffenen Wirtschaft direkt eingeflossen ist», so Othmar Filliger.

Vorbehältlich der noch laufenden Verfahren lässt sich folgende Schlussbilanz ziehen: Seit Anfang 2021 konnten insgesamt 187 Unternehmen über das Härtefallprogramm unterstützt werden. Sie haben gesamthaft einen Betrag von rund 35,7 Millionen Franken erhalten. Davon gingen 19,7 Millionen an elf grosse Unternehmen mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von über 5 Millionen Franken. Sie werden vollumfänglich durch den Bund finanziert.

Die restlichen 16,0 Millionen flossen an 176 Unternehmen aus dem KMU-Bereich. Der Bund beteiligt sich mit 70 Prozent an der Summe. Für den Kanton ergibt sich demnach eine effektive Kostenbeteiligung von 4,8 Millionen. Zehn der unterstützten Unternehmen haben zusätzlich zum Härtefallbeitrag eine Bürgschaft für ein Bankdarlehen erhalten. Insgesamt wurden Bürgschaften für knapp 1,9 Millionen Franken gewährt. (pd/mu)

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