Zuger Babybrei-Startup Yamo erhält eine Finanzierung über 10 Millionen Euro

WIRTSCHAFT ⋅ Die Gesamtfinanzierung seit der Gründung vor vier Jahren beträgt nun 12 Millionen Euro. Jetzt will Yamo in weitere Länder expandieren und neue Produkte lancieren.

09. Juli 2020, 12:59

Maurizio Minetti

Der Babybrei-Hersteller Yamo mit Sitz in Zug hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Start-up erhält laut einer Mitteilung 10,1 Millionen Euro, um die Expansion voranzutreiben. Yamo hat in den letzten Jahren viele Preise gewonnen und zwei kleinere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die jüngste Finanzierungsrunde mit Five Season Ventures mit Sitz in Frankreich, dem Swiss Entrepreneurs Fund, Ringier Digital Ventures, Müller Ventures, btov Partners, Polytech Ventures, BackBone Ventures und Fundament bringt die Gesamtfinanzierung von Yamo auf 12 Millionen Euro, heisst es in einer Mitteilung.

Das von CEO Tobias Gunzenhauser, COO José Amado-Blanco und CMO Luca Michas vor vier Jahren gegründete Unternehmen produziert Babybrei mit einem speziellen Verfahren: Um Bakterien und Keime zu entfernen, wird der Früchte- oder Gemüsebrei nicht wie üblich erhitzt, sondern mittels Hochdruckpasteurisierung bearbeitet. Das Hochdruckverfahren erlaubt es, natürliche Vitamine zu erhalten und gleichzeitig ohne Zusatzstoffe eine mehrwöchige Haltbarkeit zu erreichen. Im Gegensatz zu herkömmlichem Breis muss der Yamo-Brei allerdings gekühlt werden.

«Wir sind Pioniere bei der Verwendung dieses Verfahrens für Babynahrung und konnten unsere Retail-Partner davon überzeugen, ihre Regale so anzupassen, dass unsere frischen Produkte gekühlt im Babyregal Platz finden», sagt CEO Gunzenhauser. «Wir sehen jetzt Kühlschränke in den Trockennahrungsregalen der Supermärkte – etwas, von dem uns gesagt wurde, das zu erreichen sei unmöglich! Wir sind uns sicher, dass frische Bio-Lebensmittel für Babys und Kleinkinder ein enormes Potenzial haben, und wir sind begeistert zu sehen, dass die Einzelhändler beginnen, auf diesen Trend zu reagieren.»

Mit dem frischen Geld will das Unternehmen neue Produkte auf den Markt bringen, wie etwa Joghurt- und Milchdrink-Alternativen für Kinder. Ausserdem sollen auch die Vertriebskanäle ausgebaut werden. Die Produkte von Yamo werden heute bereits von Coop verkauft. In Deutschland wird Yamos Konzept zudem in ausgewählten Edeka- und Rewe-Filialen getestet. Nach der Expansion im deutschsprachigen Raum steht jetzt Frankreich auf der Agenda. Ausserdem soll auch das Direktkundengeschäft ausgebaut werden, teilt das Jungunternehmen mit.


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