Test mit selbstfahrendem Kleinbus

MOBILITÄT ⋅ Auf dem Firmengelände der Stadtberner Verkehrsbetriebe Bernmobil kurvt in diesen Tagen der erste selbstfahrende Bus des Unternehmens herum. Nicht zum Spass, denn schon bald soll das Gefährt auf Berner Strassen unterwegs sein.

14. März 2019, 13:11

Noch fehlt dazu die Ausnahmebewilligung des Bundes, doch die sollte im Frühsommer eintreffen, wie Bernmobil-Direktor René Schmied am Donnerstag vor den Medien seiner Hoffnung Ausdruck gab.

Acht Personen fasst der Minibus, dazu kommt ein "Operator", also eine speziell ausgebildete Person der Verkehrsbetriebe Bernmobil, die den Kleinbus bei Bedarf manuell bedienen kann - über ein Computersystem selbstverständlich.

In verschiedenen Schweizer Städten pröbeln derzeit Verkehrsunternehmen mit selbstfahrenden Fahrzeugen. Klar ist, dass die Technik noch in den Kinderschuhen steckt. Die autonomen Fahrzeuge kämpfen noch mit vielen Kinderkrankheiten.

Bei einem Pilotversuch in der Walliser Kantonshauptstadt Sitten mussten die Winzer entlang der Strecke ihre Reben immer wieder zurückschneiden, weil das chauffeurlose Postauto vor wild wuchernden Rebentrieben zurückschreckte.

Das Berner Fahrzeug hingegen scheint noch etwas wasserscheu zu sein, wie Bernmobil-Direktor René Schmied erzählte. Etwas stärkeren Regen nehmen die Sensoren als Hindernis in der Fahrbahn wahr und das Gefährt stoppt.

Der Kleinbus wird dereinst mit mit höchstens 20 Stundenkilometern durch das Berner Matte- und Marziliquartier zuckeln. Ein Tempo, das der sprichwörtlichen Langsamkeit der Berner also durchaus entsprechen dürfte. (sda)


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