Telekommunikations-Anbieterin StratXX in Obwalden ist Konkurs

WIRTSCHAFT ⋅ Die Anbieterin von Telekommunikations- und Sicherheitslösungen StratXX aus Kägiswil wird nach den Vorschriften über den Konkurs liquidiert. Das Unternehmen hatte einst für Schlagzeilen gesorgt, weil es in Willisau Mobilfunkantennen für die Stratosphäre produzieren wollte.

25. Januar 2019, 18:25

Der StratXX Holding AG wie auch Dritten sei es untersagt, über die zur Liquidationsmasse gehörenden Vermögenswerte zu verfügen, heisst es im Obwaldner Amtsblatt, das am Freitag publiziert wurde. Das Unternehmen sei mit Entscheid des Kantonsgerichtspräsidenten aufgelöst.

2007 hatte Gründer und Geschäftsführer der StratXX, der iranische Ingenieur Kamal Alavi, verkündet, im ehemaligen Lego-Werk und heutigen Brack-Firmenareal in Willisau werde der Prototyp einer in der Stratosphäre platzierten Mobilfunkantenne zusammengebaut.

Die Funkantenne mit dem Namen X-Station glich einem Zeppelin und sollte in einer Höhe von 21 Kilometern geostationär positioniert werden. Dort sollte das mit Solarenergie betriebene Objekt Alternative oder Ergänzung zu Antennen auf dem Boden oder im All sein - eine «Revolution in der Informationstechnologie», hiess es.

Die Wirtschaftsförderung Luzern hoffte, dass dereinst auch der Serienbau in Willisau angesiedelt werden könnte. Von bis zu 600 Arbeitsplätzen war die Rede, die Möglichkeit von Testflügen im Hinterland wurde eruiert. Doch soweit kam es nicht - im Juni 2008 zog StratXX nach Kägiswil.

Im August 2008 platzte in Engelberg ein Luftschiff der Firma in 50 Metern Höhe, «eine halbe Million Franken sind futsch», titelte damals unsere Zeitung, scheinbar wegen zu kaltem Helium. Das Fluggerät hätte Videoaufnahmen in die Zentrale der Zivilschutz-Organisation nach Sachseln übermitteln sollen.


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