Sunrise wird an UPC-Besitzerin verkauft

TELEKOMMUNIKATION ⋅ Elefantenhochzeit in der Schweizer Telekombranche: Die UPC-Besitzerin Liberty Global will Sunrise kaufen. Der Deal hat einen Wert von 6,8 Milliarden Franken, wie Sunrise am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab.

Aktualisiert: 
12.08.2020, 07:04
12. August 2020, 06:54

Liberty Global biete 110 Franken pro Sunrise-Aktie. Das sind 32 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten 60 Tage. Sunrise-Grossaktionärin Freenet habe sich verpflichtet, ihre gesamte Beteiligung an Sunrise von gut 24 Prozent anzudienen. Sunrise soll nach der Übernahme von der Schweizer Börse SIX dekotiert werden.

Damit ist ein Stolperstein ausgeräumt: Freenet hatte im vergangenen Jahr die geplante Übernahme von UPC durch Sunrise platzen lassen. Nun findet die Hochzeit doch statt, einfach umgekehrt.

Mit dem Zusammenschluss entstehe ein grösserer Konkurrent für Branchenprimus Swisscom, heisst es. Das kombinierte Unternehmen werde gut positioniert sein, um den Ausbau der Netzinfrastruktur der nächsten Generation, einschliesslich 5G und zukünftiger Technologien, fortzusetzen. Bis im nächsten Jahr sollen 90 Prozent der Schweizer Haushalte mit Internet von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) versorgt werden. Es sei das Ziel, die Geschwindigkeit im Laufe der Zeit bis zu 10 Gbit/s zu erhöhen. (sda/awp)


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