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Skandalkonzern Odebrecht mit Insolvenzantrag

Der im Zentrum des grössten Korruptionsskandals Lateinamerikas stehende Mischkonzern Odebrecht hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das brasilianische Unternehmen will Schulden in Höhe von umgerechnet 13 Milliarden Franken (51 Milliarden Reais) restrukturieren.
Hauptsitz des Baukonzerns Odebrecht in der brasilianischen Metropole Sao Paulo. (Archivbild)
Bild: KEYSTONE/EPA EFE/SEBASTIAO MOREIRA

Wie Odebrecht am Montag mitteilte, gelte der in Sao Paulo eingereichte Antrag für den Mutterkonzern Odebrecht S.A. und eine Reihe von Tochtergesellschaften. Andere Firmenteile wie beispielsweise die Petrochemie-Sparte Braskem S.A. seien nicht betroffen.

Zunächst werde die Firma ihre wirtschaftlichen Aktivitäten fortführen und versuchen, finanzielle Stabilität herzustellen, hiess es in der Mitteilung von Odebrecht. "Angesichts der bevorstehenden Fälligkeit mehrerer Kredite, des Auftretens unvorhersehbarer Ereignisse und der jüngsten Angriffe auf das Vermögen des Unternehmens hat die Geschäftsführung entschieden, dass der Insolvenzantrag die beste Möglichkeit ist, um die Firma zu stabilisieren und fortzuführen."

Insgesamt soll der von deutschen Einwanderern gegründete Baukonzern nach Schätzungen der US-Justiz 785 Millionen Dollar an Schmiergeld gezahlt haben, um an lukrative Staatsaufträge zu kommen. In zahlreichen Ländern der Region wird gegen Hunderte Politiker, Unternehmer und Beamte ermittelt. (sda/dpa)