Schweizer Firmen wollen mehr investieren

KONJUNKTUR ⋅ Die Schweizer Unternehmen wollen auch im laufenden Jahr mehr investieren als im Vorjahr. Die Investitionsvolumen werden 2019 gemäss einer Umfrage aber an Dynamik verlieren.

07. Februar 2019, 10:45

Die Unternehmen wollen ihre Investitionstätigkeit im laufenden Jahr zwar weiterhin steigern, jedoch nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. So lautet das Fazit der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich, welche sich dabei auf ihre bei 14'000 Firmen durchgeführte und am Donnerstag publizierte Investitionsumfrage stützte.

Sowohl bei den Ausrüstungs- als auch den Bauinvestitionen gehen die Unternehmen von einer schwächeren Dynamik aus. Dies passe gut zu den Erwartungen für die Konjunktur in Europa und global gesehen. Diese wurden zuletzt zwar vielerorts etwas zurückgenommen, die meisten Ökonomen sehen jedoch noch keine Rezessionsgefahr.

Sicherheit in den Investitionsplänen nimmt etwas zu

Laut der KOF-Umfrage dürften auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung etwas weniger schnell zunehmen als bis anhin. Die KOF weist weiter darauf hin, dass es sich bei der Umfrage um die Pläne der Unternehmen handle, deren Realisierung nicht immer gesichert sei. Insgesamt habe sich die Realisierungssicherheit gegenüber den letzten Umfrage etwas erhöht, zumindest gemäss den subjektiven Einschätzungen der Unternehmen. Immerhin bezeichnen über 90 Prozent von diesen ihre Investitionsplanung für 2019 als sicher oder sehr sicher.

Haupttreiber für Investitionen war in den vergangenen Jahren insbesondere die hohe Nachfrage. Dieser Faktor dürfte auch im laufenden Jahr eine Rolle spielen, jedoch leicht an Bedeutung einbüssen. Der primäre Grund für Investitionen im laufenden Jahr ist gemäss KOF aber die technische Entwicklung. Einen positiven Einfluss hätten zudem die günstigen finanziellen Rahmenbedingungen, von welchen am meisten die kleinen und mittleren Betriebe profitierten.

Die 14'000 von der KOF befragten Unternehmen bilden die Wirtschaftsstruktur der Schweiz nach. Nicht berücksichtigt sind der Staatssektor, halböffentliche Unternehmen sowie die privaten Haushalte. (sda/awp)


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