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Finanzplatz

Rohner sieht Schweizer Banken gut gerüstet

Der Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, Marcel Rohner, warnt vor den Auswirkungen der hohen Verschuldung weltweit. Der Schuldenstand sei gigantisch, sagte Rohner in einem Interview mit dem "Blick" (Mittwochausgabe).
Der Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, Marcel Rohner, blickt mit Sorge auf die hohe Verschuldung von Staaten weltweit. (Archivbild)
Bild: KEYSTONE/AP/Sang Tan

Das sei eine sehr besorgniserregende Situation. Gerade Staaten mit hohen Schulden hätten so den Anreiz, das Problem durch eine steigende Teuerung zu lösen. Dies zum Nachteil der Sparer und der Altersvorsorge. Die bessere Lösung wäre Wachstum, um dank mehr Steuereinnahmen die Schulden zurückzubezahlen.

Leider sehe es im Moment nicht nach Wachstum aus. Es drohe gar eine Rezession. Trotzdem stehe die Schweiz relativ gut da. Die Schulden seien tiefer als in anderen Ländern, auch dank der Schuldenbremse. Die Lage am Immobilienmarkt hält Rohner für ausgewogen. Den privaten Hypothekarschulden stehe ein privates Vermögen gegenüber.

Mit Blick auf Oligarchen, deren Vermögen in der Schweiz liegt, sagte der oberste Bankier und frühere Konzernchef der UBS, dass Russland bereits seit der Besetzung der Krim 2014 ein Land mit erhöhtem Risiko sei. Schweizer Banken müssten sich in diesem Umfeld sehr vorsichtig verhalten. Sie hätten aber ihre Hausaufgaben gemacht. (sda)