Gewinneinbruch bei Mobiliar wegen Corona

VERSICHERUNGEN ⋅ Die Mobiliar ist im ersten Halbjahr 2020 weiter gewachsen, hat aber im Zuge der Corona-Pandemie deutlich weniger verdient. Der Versicherer hat für die Zahlung von Corona-Schäden viel Geld in die Hand genommen.

11. September 2020, 12:17

Das Prämienvolumen nahm in den Monaten Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 2,86 Milliarden Franken zu, wie die Mobiliar am Freitag mitteilte. Dabei wuchs die grössere Schadensparte mit 4,1 Prozent, während das Volumen im Lebengeschäft um 1,9 Prozent zulegte.

Der Gewinn der Gruppe ging derweil in der ersten Jahreshälfte um 32 Prozent auf 198,6 Millionen Franken zurück. Stark auf das Ergebnis drückten Zahlungen von über 300 Millionen in der Epidemieversicherung. Weitere Kosten in Höhe von 40 Millionen gingen auf das Konto der Reiseversicherung. Zudem ist das Finanzergebnis deutlich tiefer ausgefallen.

Um die hohen Kosten zu der Corona-Pandemie abzufedern, hat die Mobiliar 200 Millionen Franken der in früheren Jahren gebildeten Katastrophenrückstellungen aufgelöst. Ohne diesen Schritt hätte gar nur ein Gewinn von 13,0 Millionen resultiert, erklärte der Versicherer. (sda/awp)


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