Deutsche Firmen drosseln Produktion

KONJUNKTUR ⋅ Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juli überraschend heruntergefahren - und damit den zweiten Monat in Folge.

06. September 2019, 08:47

Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,6 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte.

Ökonomen hatten hingegen mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 1,1 Prozent im Juni. "Die Industriekonjunktur bleibt schwach", erklärte das Ministerium. "Angesichts des schwachen Starts in das zweite Halbjahr und der ausbleibenden Erholung bei den Auftragseingängen, ist noch keine Besserung der Industriekonjunktur abzusehen." Die Lage am Bau sei weiter intakt.

In der Baubranche erhöhte sich die Produktion im Juli leicht um 0,2 Prozent. Die Energieversorger meldeten ein Minus von 1,3 Prozent. In der Industrie ging es um 0,8 Prozent bergab. Die exportabhängige deutsche Wirtschaft leidet unter der schwächeren Weltkonjunktur, Handelskonflikten und Unsicherheiten wie dem Brexit. Im Juli musste die Industrie wegen der sinkenden Nachfrage aus Übersee den stärksten Auftragsschwund seit einem halben Jahr wegstecken. Das Neugeschäft schrumpfte um 2,7 Prozent zum Vormonat. (sda/awp/reu)


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